Griese: „Klimawandel macht Trinkwasserversorgung zur Herausforderung für Kommunen“

Staatssekretär Thomas Griese übergibt in Hofstätten Förderbescheide über mehr als vier Millionen Euro für die Optimierung der Trinkwasserversorgung in der VG Hauenstein.

„Extreme Witterungsereignisse wie Stürme, Hoch- und Niedrigwasser sowie Trocken- und Hitzeperioden haben einen enormen Einfluss auf den Wasserhaushalt. Diese unmittelbaren Folgen des Klimawandels, wie wir sie auch hier in Rheinland-Pfalz immer häufiger erleben, macht die Trinkwasserversorgung zu einer immer größeren Herausforderung für die Kommunen. Neben einem konsequenten Klimaschutz gewinnen daher auch Verbundlösungen in der Trinkwasserversorgung zunehmend an Bedeutung.
Gleichzeitig ist es unerlässlich, unsere Wasserressourcen bestmöglich zu schützen. Mikroplastik, Spurenstoffe oder Düngemittel sind die aktuell brisantesten Bedrohungen für unsere Gewässer. Nur durch einen vorsorgenden Schutz können wir verhindern, dass unser Trinkwasser aufwändig und teuer aufbereitet werden muss“, sagte Umweltstaatssekretär Griese heute im südwestpfälzischen Hofstätten, wo er zwei Förderbescheide über rund vier Millionen Euro überreichte.

Verbesserte der Versorgungssicherheit des Hermersbergerhofes und Hofstättens

Der erste Bescheid über rund 3,3 Millionen Euro dient der Optimierung der Trinkwasserversorgung des Hermersbergerhofes und gleichzeitig der Sicherung der Versorgung Hofstättens. Mit den bereit gestellten Mitteln planen die Verbandsgemeindewerke Hauenstein den Bau einer rund 6,5 Kilometer langen Verbindungsleitung zur Quelle Wüstmühle sowie die Errichtung eines Hochbehälters oberhalb von Hofstätten und einer neuen Aufbereitungsanlage. „Die unsichere Schüttung der für Hofstätten bislang genutzten Quelle Mosistal wie auch die dort vorhandenen Verunreinigungen machen diese Baumaßnahmen zwingend notwendig, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung gekommen ist“, erklärte Griese. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten hier auf rund 3,5 Millionen Euro, wovon das Land 95 Prozent übernimmt.

Wassercent sichert Finanzierung

Weiter übergab der Umweltstaatssekretär einen Förderbescheid in Höhe von 841.500 Euro zur Restfinanzierung des im April 2018 in Betrieb genommenen Tiefbehälters mit zentraler Wasseraufbereitungsanlage in der Ortsgemeinde Hinterweidenthal. „Der Neubau war zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort dringend erforderlich. Die beim Bau entstandenen Mehrkosten können damit ausgeglichen werden“, erklärte Griese. Abschließend betonte der Staatssekretär die Bedeutung des 2013 eingeführten Wassercents. „Durch seine 100 prozentige Zweckbindung ermöglicht er die Finanzierung solch wichtiger wasserwirtschaftlicher Maßnahmen wie hier in der Verbandsgemeinde Hauenstein, die von den Kommunen alleine nicht zu tragen wären“.