Griese: „Wer mit Holz baut, schützt das Klima“

Umwelt- und Forststaatssekretär Griese besucht innovatives Holzbauunternehmen.

„Der Holzbau hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufschwung genommen, nicht zuletzt durch die starke Erweiterung der technischen Einsatzmöglichkeiten“, sagte Staatssekretär Dr. Thomas Griese heute in Trierweiler. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zukunft Holzbau“ besuchte er „Holzbau Henz“, eines der modernsten und innovativsten Holzbauunternehmen in der Region Trier.

„Wir sehen hier beispielhaft die Chancen, die die Digitalisierung für den Holzbau eröffnet. Deren Investitionen in Maschinen, Anlagen und Software zur Herstellung von individuellen und mehrgeschossigen Holzhäusern ist vorbildlich. Das Unternehmen ist heute in der Lage, für fast alle Bausituationen innovative Lösungen zu finden – hier können wir nachvollziehen, was Industrie 4.0 in der Praxis bedeutet und bewirkt. ‚Holzbau Henz‘ stärkt nicht nur das Image des Holzbaus, sondern sorgt zudem für weitere Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region“, zeigte sich Griese beeindruckt.

Klimaschonendes Bauen
Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz als Baumaterial leiste laut Staatsekretär einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nachwachsende Roh-stoffe binden das klimaschädliche Gas CO2 und können gleichzeitig Baustoffe mit einer schlechteren Klimabilanz wie zum Beispiel Beton ersetzen. „Durch den stoffli-chen und energetischen Einsatz von Holz, den Waldspeicher und durch die Wind-energie im Wald werden jährlich etwa 9,8 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das entspricht 26 Prozent der Emissionen von ganz Rheinland-Pfalz oder dem CO2-Ausstoß von fast einer Millionen Menschen in Deutschland. Wer mit Holz baut, schützt also das Klima“, so der Staatssekretär.

Die Bauaufgaben in Rheinland-Pfalz sind vielfältig: von der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, über den Neubau öffentlicher Einrichtungen wie Kindertagesstätten bis hin zur Sanierung von energieineffizienten Gebäuden. „Der moderne Holzbau bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl unserer Bauvorhaben nachhaltig, schnell und wirtschaftlich umzusetzen“, führte Griese weiter aus. In Rheinland-Pfalz wird bereits jedes fünfte neue Ein- und Zweifamilienhaus aus Holz gefertigt. „Wir sehen großes Potenzial für den Baustoff Holz – sowohl im Bereich des Neubaus als auch bei Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen“, erklärte der Staatssekretär abschließend.

Hintergrund:
Anfang Juni 2019 hat die Landesregierung mit Vertretern des kommunalen und privaten Waldbesitzes eine Walderklärung mit dem Titel „Klimaschutz für den Wald - unser Wald für den Klimaschutz“ verabschiedet. Ziel ist es unter anderem, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe, wie z.B. Holz bei Bauvorhaben, deutlich zu steigern. Damit forciert die Landesregierung die Materialwende und trägt aktiv zur Erreichung der Klimaschutzziele bei.