Höfken: „Klimastabile Wälder sorgen für mehr Erholung“

Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken besucht Mountainbike-Trail in Stromberg / Immer mehr Erholungssuchende in rheinland-pfälzischen Wäldern

„Niemand verbringt seine Freizeit gern umgeben von kranken Bäumen oder solchen, die durch die Klimakrise bereits abgestorben sind. Deshalb sollten alle Erholungs-Suchenden und auch die Mountainbikerinnen und -biker den Klimaschutz unterstützen. Das ist wichtig, um den Wald zu erhalten“, sagt Umwelt-, Energie- und Forstministerin Ulrike Höfken am heutigen Freitag im Soonwald. Dort hat sie eine Mountainbike-Strecke besucht, die der Verein Flowtrail Stromberg gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Langenlohnseim-Stromberg um einen Mountainbike-Rundkurs, einen Loop, für Kinder und Familien erweitern will.

Höfken informiert sich über die Zusammenarbeit zwischen den Forstleuten, Sportlerinnen und Sportlern und der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg und sagt: „Es ist nicht immer einfach, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Die der Sportlerinnen und Sportler, der Waldbesitzenden, der Jägerschaft und jene von anderen Erholungssuchenden. Und das stets unter der Prämisse, dem Wald nicht zu schaden. Hier hat dies gut geklappt und ich freue mich, dass das Engagement noch weiter geht und bald weitere, waldverträgliche Freizeitangebote für Mountainbiker entstehen.“ Die Umweltministerin hofft, dass weiterhin alle Akteure an einem Strang ziehen und die Freizeitangebote im Soonwald, zu denen auch das Walderlebniszentrum gehört, besser an den ÖPNV angeschlossen werden und es einen durchgängigen Radweg von Langenlonsheim über Stromberg nach Rheinböllen gibt. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität.

„Es ist wichtig, die Sportaktivitäten gut zu steuern, um Probleme zu vermeiden und Spaß und verantwortliches Handeln zu verbinden“, so Höfken. Gerade in Corona-Zeiten sei der Trail ein wichtiges Angebot. Es sei stets das Ziel von Landesforsten RLP, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren naturverträgliche Freizeitmöglichkeiten im Wald zu schaffen. Dabei ist es wichtig, nur an ausgewiesenen Strecken Mountainbike zu fahren, um andere Waldbesuchende nicht zu gefährden und um dem Wald und seinen Bewohnern nicht zu schaden. „Mehrere hundert permanent ausgeschilderte MTB-Routen mit einer Gesamtlänge von über 1.200 Kilometern führen durch unsere Wälder“, so Höfken. Die beliebtesten Routen liegen im Hunsrück, im Moseltal, in der Kurpfalz, im Westerwald, im Ahrgebirge, in Ahrweiler im Pfälzerwald, rund um Bad Dürkheim und am romantischen Rhein. „Dazu kommt ein umfassendes Netz an Wanderwegen, auf denen man das waldreichste Bundesland, Rheinland-Pfalz, genießen kann“, so die Umweltministerin.

Höfken begrüßt, dass immer mehr Menschen versuchen, Abstand vom Alltag zu gewinnen, indem sie ihre Freizeit im Wald verbringen. Sie betont, dass die Erholungsfunktion des Waldes genauso wichtig sei, wie die der Nutz- und der Schutzfunktion. „Der Wald sorgt für sauberes Trinkwasser, schenkt uns saubere Luft zum Atmen, schützt uns vor Lärm, bietet zahlreichen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten Lebensraum und schenkt uns den schönen und klimafreundlichen Rohstoff Holz – und vor allem trägt er dazu bei, das Klima zu schützen, indem er CO2 speichert“, sagt Höfken. „Wenn der Wald allerdings verschwindet, weil klimabedingt, Baumkrankheiten und Schädlingsbefall zunehmen und Bäume sterben, weil sie vertrocknen, ist all das nicht mehr gegeben. Ohne Wald gibt es weder eine Mountainbike-Strecke im Wald noch Wanderwege, auf denen man die gute Waldluft atmen und sich erholen kann“, so Höfken weiter.

Sie fordert daher alle Waldbegeisterten auf, selbst etwas zum Klimaschutz beizutragen, etwa erneuerbare statt fossile Energien zu nutzen. Letztere sind zu einem Großteil für klimaschädliche CO2-Emissionen verantwortlich. „Auch der Wald kann zur Energiewende beitragen, etwa als Standort für Windräder. Indem diese das Klima schützen, schützen sie den Wald und sorgen dafür, dass auch unsere Kinder und deren Kinder noch lange schöne Mountainbike-Abenteuer, Wandererlebnisse und viele Erholungsmomente im Wald finden“, so Höfken.