Spiegel: „Bis 2030 mindestens ein Viertel Bio-Landwirtschaft in der EU“

Staatsministerin Anne Spiegel fordert: Mehr Bio in Schulen und Kitas sowie Berücksichtigung des Green Deal bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

„Der Klimawandel und das Artensterben sind ernst und verlangen einen Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen Lebensmittelkette“, erklärt Staatsministerin Anne Spiegel ihre Unterstützung für das Ziel, bis 2030 mindestens ein Viertel der landwirtschaftlichen Anbaufläche in der EU ökologisch zu bewirtschaften.

In einem gemeinsamen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sprechen sich Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein für bessere Rahmenbedingungen für die Öko-Landwirtschaft in der GAP aus. Um Landwirtinnen und Landwirte bei der Umstellung zu unterstützen, fordert Spiegel neben finanzieller Unterstützung durch die GAP, mehr Forschung zu natürlichen Pflanzenschutzmitteln und Bio-Saatgut sowie in der Außer-Haus-Versorgung mehr Einrichtungen und Unternehmen zu einem Einstieg in den Einsatz von Bio-Lebensmitteln zu motivieren. „Mit unserem Programm ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘ setzen wir uns für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ein“, so Spiegel weiter. Die Corona-Pandemie hat das Nachfrage-Wachstum nach hochwertigen regionalen Bio-Produkten verstärkt. Dies zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher qualitativ hochwertigen Produkten den Vorzug geben, wenn sie bei den Zutaten selbst wählen können. „Umweltschutz soll sich für Landwirtinnen und Landwirte sowie Verbraucherinnen und Verbraucher finanziell lohnen“, betonte Spiegel.

Hintergrund :
Die Europäische Kommission bereitet derzeit einen neuen Aktionsplan für den Ökolandbau vor. Der Maßnahmenplan soll das unter anderem in der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ vorgesehene Ziel umsetzen, den Anteil des ökologischen Landbaus bis 2030 auf mindestens ein Viertel der landwirtschaftlichen Anbaufläche der EU auszubauen. In einem gemeinsamen offenen Brief an die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert Staatsministerin Anne Spiegel, die Umsetzung der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ zu unterstützen. In der Strategie enthalten sind auch Reduktionsziele für Pestizide, Düngemittel und Antibiotika.