Umweltministerin Höfken: „Tierschutzpreis würdigt ehrenamtliches Engagement und persönlichen Einsatz“

Drei Vereine werden in Kategorie „besonderer ehrenamtlicher Einsatz für den Tierschutz“ ausgezeichnet / Tierschutzpreis 2019 mit 6.000 Euro dotiert.

„Das ehrenamtliche und persönliche Engagement für den Tierschutz steht im Mittelpunkt des Tierschutzpreises, den das Umweltministerium jedes Jahr auslobt. Seit über einem Vierteljahrhundert werden einzelne Personen, Vereine, Institutionen oder Menschen, die beruflich mit Tieren umgehen, ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für den Tierschutz einsetzen und dadurch Vorbild sind. Mit dem Tierschutzpreis soll nicht nur der unermüdliche Einsatz gewürdigt, sondern auch ein Anreiz geschaffen werden, sich für den Tierschutz einzubringen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Verleihung des Tierschutzpreises für das Jahr 2019. Vorschläge konnten auch in diesem Jahr für vier verschiedene Kategorien beim Umweltministerium eingereicht werden.

1.    Preis: Tiermedizinische Versorgung für Alle sichern
„Der Tierschutzverein Pfote drauf! – Tierhilfe e.V. aus Pellingen hat sich einem ganz besonderen Anliegen gewidmet, nämlich dem ganzheitlichen Einsatz um Tiere und deren Lebenssituation. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, die Versorgung bei Tieren sicherzustellen, deren Halterinnen und Halter am Existenzminimum leben müssen oder krank geworden sind“, schildert Höfken die herausragenden Tätigkeiten des mit einem Preisgeld von 3.000 Euro ausgezeichneten Vereins und seiner Vorsitzenden Annette Saur. Der Verein kümmere sich um Tiere, die zurückbleiben, wenn Halter in ein Pflegeheim oder Krankenhaus müssten und vermittle hinterbliebene Tiere in ein neues Zuhause, um einen Aufenthalt im Tierheim zu vermeiden.
Höfken weiter: „Besonders hervorheben möchte ich den Einsatz in sozialen Brennpunkten der Stadt Trier. Die Versorgung der Tiere durch eine regelmäßige, öffentliche mobile Tierarztsprechstunde in einem ehemaligen Rettungswagen wird sichergestellt. So hilft der Verein in der tiermedizinischen Versorgung auch Tieren, deren Halterinnen und Halter sich den Gang zum Tierarzt nicht leisten können.“

2.    Preis: Vermittlung auch bei schwierigen Vierbeinern
„Mit der Auszeichnung des HuKo – Hundekompetenzzentrum im Tierschutzverein Kaiserslautern e.V.“ mit dem Tierschutzpreis und einem Preisgeld von 1.500 Euro würdigen wir ein Projekt, dass es so in Deutschland kein zweites Mal gibt: Im Hundekompetenzzentrum kann mit verhaltensauffälligen Tieren trainiert werden, damit eine Weitervermittlung überhaupt möglich wird“, so die Ministerin. Höfken weiter: „Das Team um Vereinsvorsitzende Anne Knauber und Hundetrainerin Lisa Scheele kann durch gezieltes und intensives Training die Vermittlungschancen in ein dauerhaftes Zuhause verbessern, auch weil gezielt mit den neuen Familien vor der Abgabe trainiert wird.“

3.    Preis: Pflege und Weitervermittlung von in Not geratener Tiere
„Roswitha Bour gründete im Jahr 1999 den Verein Tierart e.V., dessen Vorsitzende sie auch heute noch ist. Sie engagiert sich für den Schutz einheimischer Wildtiere sowie beschlagnahmter Exoten. Ihrem unermüdlichen Einsatz ist die Entstehung der Wildtierauffangstation auf dem Gelände des ehemaligen US-Depots in Maßweiler zu verdanken“, würdigte Höfken die wichtigsten Tätigkeiten von Tierart e.V. Seit 1999 seien etwa 34 Großkatzen aus schlechter Haltung, auch aus Zoos und Zirkussen, aufgenommen oder vermittelt und sich der Pflege und Auswilderung in Not geratener heimischer Wildkatzen angenommen worden. „Ich freue mich, diese wichtige Arbeit mit dem Tierschutzpreis zu würdigen und mit dem Preisgeld von 1.500 Euro zu unterstützen“, sagte Umweltministerin Höfken abschließend.

Informationen zum Tierschutzpreis 2019
Das rheinland-pfälzische Umweltministerium schreibt seit 26 Jahren den Tierschutzpreis des Landes aus. Er ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Die Kategorien sind:
• der besondere ehrenamtliche Einsatz für den Tierschutz
• ein vorbildlicher Einzelbeitrag für den Tierschutz
• der vorbildliche berufliche Umgang mit Tieren
• Projekte im Jugendtierschutz
Die Vorschläge können von allen für den Tierschutz tätigen Vereinen, Verbänden, Behörden und Gruppen oder vom Tierschutzbeirat des Landes eingebracht werden. Auch sonstige Vereine, Verbände oder Gruppen, die sich mit Tierschutzthemen befassen, können Vorschläge machen, jedoch keine Einzelpersonen. Selbstvorschläge sind ebenfalls nicht möglich. Die Vorschläge für den Tierschutzpreis müssen Angaben zur Person oder Institution enthalten und die Art des Einsatzes beschreiben. Eine Jury aus Vertretern des Tierschutzbeirates, des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz und des Umweltministeriums entscheidet über die Vergabe.

Weitere Informationen finden Sie unter: s.rlp.de/tierschutzpreis
Bildmaterial der Preisverleihung kann auf Nachfrage unter presse@mueef.rlp.de im Anschluss bereitgestellt werden.