Energieministerin Höfken übergibt Förderbescheid / Michelin Reifenwerke sparen durch Modernisierung jährlich 2.500 Tonnen CO2

„Für eine erfolgreiche Energiewende sind Energieeinsparungen unerlässlich. Die Modernisierung der Vulkanisation im Michelin Reifenwerk in Bad Kreuznach ist daher eine nachhaltige und sehr begrüßenswerte Investition. Es ist beeindruckend, wie viel Energie und CO2 das Unternehmen zukünftig einsparen kann: Um 90 Prozent wird sich der Energiebedarf reduzieren. Gleichzeitig werden die Emissionen jährlich um 2.500 Tonnen CO2 zurückgehen. Damit leisten die Michelin Reifenwerke einen Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele.

Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein, so wurde es bereits 2014 im Klimaschutzgesetz festgeschrieben“, sagte Energieministerin Ulrike Höfken heute bei der Übergabe eines Förderbescheids an den Werksleiter Christian Metzger in Höhe von 691.396 Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). 

Am Standort Bad Kreuznach wird derzeit ein Teilbereich der Reifenproduktion umgebaut, die Vulkanisation. Hierbei wird der Rohreifen unter sehr hohen Temperaturen elastisch – ein Prozess, den jeder Reifen durchlaufen muss und energetisch sehr aufwendig ist. Die Vulkanisation des Rohreifens geschieht mit Hilfe von Pressen, die bisher mit Dampf betrieben wurden. Die Modernisierung sieht vor, zukünftig Elektropressen einzusetzen. Dabei erhöht sich der Wirkungsgrad von etwa vier Prozent auf rund 60 Prozent. Das Ziel ist, durch die Elektropressen den Energiebedarf um 90 Prozent zu reduzieren. Die Investitionskosten betragen insgesamt 9,76 Millionen Euro. Förderfähig über den EFRE sind 30 Prozent der Investitionsmehrkosten (2,3 Millionen Euro) gegenüber der konventionellen Technik.

„Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist der beste Weg zur Energieeffizienz. Hier ist die Investition der Michelin Reifenwerke vorbildlich – nicht nur in Bezug auf die Energiewende und als Beitrag zum Klimaschutz. Die Modernisierung der Anlagen stärkt zugleich den Standort Bad Kreuznach“, sagte Energieministerin Höfken abschließend.