Fipronil in Eiern: Erste belastete Eier in Rheinland-Pfalz entdeckt

Nach aktuellen Informationen sind wegen einer möglichen Fipronilbelastung gelistete Eier auch in Supermärkten in Rheinland-Pfalz verkauft worden, zum Beispiel in Mainz und Koblenz. Die Behörden überwachen vor Ort die umgehend eingeleiteten Rückrufe der Eier.

„Wir warten noch auf die ausführliche Mitteilung der belieferten Bundesländer, welche rheinland-pfälzischen Betriebe beliefert wurden“, sagte Ernährungsministerin Ulrike Höfken. Das Landesuntersuchungsamt führt eine tagesaktuelle Übersicht über alle belasteten Eier aus konventioneller und auch biologischer Haltung, die in ganz Deutschland in Verkehr gelangt sind. Die Liste ist abrufbar unter www.lua.rlp.de. Das rheinland-pfälzische Ernährungsministerium rät den Verbraucherinnen und Verbrauchern, Eier mit den betroffenen Stempelnummern nicht zu verzehren und diese an den Handel zurückzugeben.

Die rheinland-pfälzische Lebensmittelüberwachung kontrolliert außerdem gezielt, ob fipronilhaltige Mittel in Legehennenhaltungen eingesetzt worden sind. Besteht der Verdacht, dass fipronilhaltige Mittel verwendet wurden, werden im Landesuntersuchungsamt umgehend Eierproben geprüft.
„Wir nehmen die Lage sehr ernst. Denn Fipronil ist ein Insektizid und hat in Nahrungsmitteln absolut nichts zu suchen“, erklärte Höfken. „Das grenzüberschreitende Geschehen mit Millionen Eiern zeigt uns, wie anfällig das System industrieller Strukturen in der Produktion von Lebensmitteln ist. Bäuerliche Betriebe in der Region sind für uns eine Möglichkeit, Vertrauen zu schaffen und dabei die Auswirkungen von Lebensmittelkrisen zu begrenzen“, so die Ministerin.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor einem potenziellen Gesundheitsrisiko für Kinder beim Verzehr von Eiern, die mit Fipronil belastet sind. Laut BfR bestehe für Erwachsene kein Risiko. Auf der Internetseite des Bundesinstitutes www.bfr.bund.de finden sich Antworten auf viele Fragen zu Fipronil in Lebensmitteln.