Höfken: „Bis Montag bleibt Situation angespannt, ist aber nicht alarmierend“

Die Situation an den rheinland-pfälzischen Gewässern bleibt angespannt. Die Pegel an Rhein und Mosel werden laut aktueller Vorhersagen am Wochenende weiter steigen. „Derzeit können wir davon ausgehen, dass der Höchststand am Rhein an der südlichen Landesgrenze am Samstagvormittag und im Norden am Montagvormittag erreicht wird“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Hochwassersituation im Land.

„An der Mosel werden die Pegel voraussichtlich bis Sonntagabend weiter ansteigen.“ Die Ministerin betonte, dass die Pegel unter denen vom Hochwasser aus dem Juni 2013 bleiben werden.

„Bei einem Hochwasser in diesem Ausmaß kommt es allerdings zur Überflutung ufernaher Bereiche und Bebauungen. Die Feuerwehren sind alarmiert und im Einsatz“, so die Ministerin. „Auch die Hochwassermeldezentren sind besetzt und geben ständig aktuelle Vorhersagen heraus. Es bleibt nun zu hoffen, dass sich die Lage Anfang der Woche schnell beruhigt und die Schäden wie zu erwarten nicht zu hoch ausfallen.“

Die warmen Temperaturen sowie hohe Niederschlagsmengen führen zu den ansteigenden Pegeln an den rheinland-pfälzischen Flüssen. Da es als Folge des Klimawandels immer öfter zu solchen Hochwasserereignissen kommen wird, investiert das Land seit Jahren in Schutz und Vorsorge: „Insgesamt hat Rheinland-Pfalz 1,1 Milliarden Euro in den vergangenen 25 Jahren in den Hochwasserschutz investiert. Rund 300 Gemeinden haben zudem eigene Hochwasserschutzkonzepte erstellt oder sind dabei, sie zu entwickeln“, betonte Höfken. Hinzu kommen zahlreiche Renaturierungsprojekte der Aktion Blau plus. „Natürliche Flussläufe wieder herzustellen, leistet einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz. Denn dann kann das über die Ufer tretende Wasser auf den Flächen abfließen“, so Höfken.

Ein Großprojekt zum Schutz vor Hochwasser ist auch die rund vier Kilometer lange Hochwasserschutzanlage in den Koblenzer Stadtteilen Neuendorf, Lützel und Wallersheim. Sie wurde im September 2015 offiziell in Betrieb genommen und wird aktuell erstmals eingesetzt.