Höfken: Gewässerschutzkooperation mit der Landwirtschaft – ein Plus für Mensch und Umwelt

„Die Gewässerschutzkooperation der Stadtwerke Frankenthal mit den Landwirten der Region ist ein Plus für die Menschen vor Ort und unsere Umwelt“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute während einem Besuch bei den Stadtwerken.

Mehr als ein Drittel der Grundwasserkörper in Rheinland-Pfalz enthielten zu viel Nitrat. Ein Grund dafür sei auch die Düngung von landwirtschaftlichen Flächen, so Höfken. „Daher werden Landwirte im Programm ,Gewässerschonende Landwirtschaft‘ beraten, wie sie gewässerschonend arbeiten und die Düngung effizient gestalten können“, erklärte die Ministerin. Teil des Programms ist auch die Gewässerschutzkooperation zwischen den Stadtwerken Frankenthal und den Landwirten aus der Region, die das Land im Jahr 2017 mit 15.000 Euro fördert. Die Hälfte der Landwirte im Wasserschutzgebiet beteiligt sich bereits daran. „Durch die partnerschaftliche und kooperative Zusammenarbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Gewässerschutz im Frankenthaler Wasserschutzgebiet. Wir arbeiten auch künftig daran, weitere Kooperationspartner für unser Gewässerschutz-Projekt zu gewinnen“, sagte Andreas Schwarz, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Frankenthal.

„Durch die Kooperation leisten die Stadtwerke Frankenthal einen zentralen Beitrag zum Schutz des Trinkwassers – unserem Lebensmittel Nummer eins“, führte die Ministerin an. Denn durch den bedarfsgerechten Einsatz von Düngemitteln, werde das Rohwasser aus Tiefen von bis zu 100 Metern vorsorglich vor dem Eintrag von zu hohen Nitratmengen geschützt. In der Region befinde sich mit 150 Hektar außerdem die größte Bioanbaufläche für Gemüse und Sonderkulturen in Rheinland-Pfalz. Das Gute: Durch den Verzicht auf mineralischen Stickstoffdünger und auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel trage die ökologische Landwirtschaft in besonderem Maße zum Gewässerschutz bei. „Die Nachfrage von regional, saisonal und ökologisch erzeugten Produkten steigt stetig an. Ich möchte mich auch herzlich bei den Landwirten bedanken, die diese Nachfrage durch die Teilnahme an der Kooperation umweltschonend bedienen“, betonte Höfken.