Höfken: „Renaturierung an der Kyll schafft neuen Lebensraum und einen Zugang für die Bürger zum Fluss“

Umweltministerin Höfken übergibt Förderbescheide in Höhe von 1,5 Millionen Euro für umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen

„Die ökologische Aufwertung der Kyll und an der Wirft spielt langfristig für den Lebensraum Fluss eine große Rolle. Außerdem sorgen Retentionsflächen für einen besseren Hochwasserschutz. Und für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen neue Freiräume am Bachlauf den Zugang zur Kyll“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute bei der Übergabe von zwei Förderbescheiden in Stadtkyll. Das Umweltministerium fördert diese umfangreichen Maßnahmen aus Mitteln der „Aktion Blau plus“ mit 1.511.600 Euro. Höfken überreichte die beiden Förderbescheide heute in Stadtkyll an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, Hans Peter Böffgen, sowie den Ortsbürgermeister Harald Schmitz. 

„Die heutige Gewässerbewirtschaftung muss die unterschiedlichen Interessen der Nutzer von Gewässern und die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Einklang gebracht werden. Mit der seit mehr als 20 Jahren erfolgreichen ‚Aktion Blau Plus‘ schaffen wir diesen Spagat: Es kommt wieder mehr Leben in unsere Flüsse und Bäche und wir machen Gewässer wieder erlebbar für die Menschen – die Kyll und die Wirft sind dafür sehr gute Beispiele“, so die Ministerin weiter.

In Stadtkyll werden die hydromorphologischen Verhältnisse der Gewässer verbessert sowie die Durchgängigkeit für den Gewässerlauf wieder hergestellt. Zudem wird durch die geplanten Ufergestaltungsmaßnahmen und die damit verbundene Schaffung von neuem Retentionsraum ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Hochwassersituation im Bereich der Ortslage geleistet.

„Der Klimawandel ist in Rheinland-Pfalz besonders spürbar. Wir müssen uns auf eine Zunahme von Extremwettereignissen einstellen. Darum sind Maßnahmen der Renaturierung, für den Erhalt der Biodiversität und für den Hochwasserschutz in Bereich der Gewässer eine notwendige Investition in die Zukunft und Lebensqualität. Hier gehen ‚Aktion Blau Plus‘ und unser Aktionsprogramm für den Erhalt der Artenvielfalt ‚Aktion Grün‘ Hand in Hand“, betonte die Ministerin.