Höfken: Rheinland-Pfalz ist frei vom Rinder-Herpesvirus

Nach fast 20 Jahren staatlicher Bekämpfung gilt Rheinland-Pfalz jetzt als frei von der Tierseuche „Rinder-Herpesvirus“ (Bovines Herpes Virus = BHV1). Die Europäische Union hat dies mit ihrem Durchführungsbeschluss (EU) 2016/1101 vom 5. Juli 2016 bestätigt.

Der Beschluss tritt nun für Deutschland in Kraft. „Ich danke allen Rinderhaltern, der Landwirtschafts- und Veterinärverwaltung, sowie der Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz für ihre aktive Mitarbeit und Unterstützung bei der erfolgreichen Bekämpfung der Tierseuche“,  sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Sie wies darauf hin, dass mit der Anerkennung der Freiheit von Rinderherpes durch die EU, nun auch Auflagen für die Vermarktung von Rindern in seuchenfreie Gebiete entfallen. „Unsere Landwirte können zukünftig beim Handel über die Landesgrenzen auf aufwändige Quarantänemaßnahmen verzichten. Zudem haben sie Marktvorteile beim Verkauf von BHV1-freien Tieren in andere Mitgliedstaaten und Drittländer“, erklärte Höfken.

Das Ministerium empfiehlt den Landwirten darauf zu achten, dass nur Rinder mit korrekter und vollständiger BHV1-Gesundheitsbescheinigung zugekauft werden, um den eigenen Status nicht zu gefährden. Derzeit noch nicht frei von Rinderherpes sind die an Rheinland-Pfalz angrenzenden Länder Frankreich, Luxemburg und Belgien sowie die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen.

Das Rinderherpes-Virus kann große tiergesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichten. Bei Rindern verursachte es akute und hochansteckende Entzündungen der Atemwege. Auch Fehlgeburten und Infektionen der Fortpflanzungsorgane treten auf.