Höfken: Strompreis für die Verbraucherinnen und Verbraucher müsste nicht steigen

Für das Jahr 2017 wird eine Erhöhung der EEG-Umlage von jetzt 6,354 ct/kWh auf 6,88 ct./kWh erwartet. Dazu sagt Ulrike Höfken, Energieministerin des Landes Rheinland-Pfalz:

„Die EEG-Umlage ist die Grundlage für den enormen Erfolg der Energiewende seit dem Jahr 2000 und damit eines der wirksamsten Instrumente für Klimaschutz wie auch Arbeitsplätze und kommunale Wertschöpfung in Deutschland.

Im Gegensatz zu den Subventionen für fossile Energien und Atom – die seit 1970 mehr als 640 Milliarden Euro betragen ¬– wird sie transparent für die Verbraucherinnen und Verbraucher auf der Stromrechnung ausgewiesen und 2017 um 0,5 ct/kwh erhöht.

Es ist die erfolgreiche Energiewende, die dazu führt, dass die Börsenstrompreise seit Jahren sinken. So sind die Großhandelspreise alleine seit 2015 um 0,7 ct/kWh gesunken. Diese Kostenersparnis, die ja die Erhöhung der EEG-Umlage übersteigt, wird jedoch von den Strom-Großanbietern derzeit einfach nicht an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Würde man an den politischen Stellschrauben drehen, könnten wir die Finanzierung der dringend notwendigen Energiewende weiterhin sicherstellen und die Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher sogar senken.

Auch ein Zurückführen der exponentiell angestiegenen Ausnahmemöglichkeiten für Unternehmen würde die privaten Verbraucherinnen erheblich entlasten.  2006 lagen diese Ausnahmen noch bei 400 Millionen Euro,  heute betragen sie 5 Milliarden Euro: hier müssen die Entlastungen für Unternehmen auf das notwendige Maß reduziert werden.“