Höfken: „Tierheime übernehmen eine bedeutende Rolle im ehrenamtlichen Tierschutz“

Umweltministerium fördert Tierschutzverein Mayen / 665.294 Euro für Neubau eines Hundehauses mit Außengelände

„Tierheime erfüllen unverzichtbare Aufgaben im Tierschutz. Dabei sind sie auf ehrenamtliches Engagement angewiesen – und auf die Unterstützung von staatlicher Seite. Seit vielen Jahren stellen wir daher Mittel für Tierheime und Tierschutzorganisationen zur Verfügung. Gerne unterstützen wir daher den Tierschutzverein Mayen und Umgebung beim Neubau eines Hundehauses“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Mayen, wo sie der ersten Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Hildegard Maas, einen Förderbescheid in Höhe von 665.294 Euro überreichte. Insgesamt schwanken die Förderungen des Umweltministeriums für Tierheime und Tierschutzvereine stark: So erfolgten im Jahr 2017 Bewilligungen von insgesamt 527.224 Euro, im Jahr 2018 von 167.366 Euro und 2019 inklusive der Förderungen des Hundehauses in Mayen von 712.974 Euro. 

„Jedes Tierheim ist ein Zeichen dafür, dass Tierhalterinnen und Tierhalter mit ihrer Verantwortung für ein Haustier überfordert sind. Ein Grund dafür ist häufig fehlendes Know-how und zu wenig Sachkunde darüber, was es bedeutet, ein Tier zu sich zu holen. Sind die Tierhalter dann überfordert, wird das Haustier ans Tierheim gegeben“, sagte Ministerin Höfken. „Ich setze mich deshalb seit langem für mehr Sachkunde bei Halterinnen und Haltern und solchen, die es werden wollen, ein. Tierheime sind für uns ein wichtiger Partner. Auch der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes hat sich bereiterklärt, hierfür zu werben.“

Das bestehende Hundehaus stammt aus dem Jahr 1982 und befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Es fehlen Quarantäne- und Behandlungsräume und eine Wärmeisolierung. Das neue Hundehaus wird unter anderem über neun Zwinger, zwei Quarantäneräume, ein Hundebad und einen Untersuchungsraum verfügen. Außerdem wird ein neues Außengeländer angelegt. Bis das neue Hundehaus fertiggestellt ist, werden etwa zwei Jahre Bauzeit benötigt. 

„Die Hunde haben einen Anspruch auf eine artgerechte Unterbringung und Ernährung, auf Zuwendung, Sozialkontakte, körperliche und geistige Herausforderungen und auf eine angemessene medizinische Versorgung und Vorsorge“, sagte Höfken. Da es sich bei dem Bau des Hundehauses um eine Verbesserung der Hundehaltung im Tierheim handelt, werden nicht wie üblich die Hälfte, sondern 90 Prozent der förderfähigen Kosten vom Land übernommen. Insgesamt kostet der Bau rund 885.000 Euro.