Höfken weiht „Platz der Artenvielfalt“ in Herxheim ein: „Hier wird die ‚Aktion Grün‘ begreifbar“

Umweltministerin zeichnet Gemeinde Herxheim als erste „Aktion Grün“-Kommune aus / Vorbild für ganz Rheinland-Pfalz

„Ob Blühfläche, Streuobst, Stauden oder naturnah gestaltete Uferzonen: Der Platz der Artenvielfalt hier in Herxheim ist bunt und lebendig. Er zeigt vorbildlich, wie Artenschutz, Erholungsraum und Umweltbildung vor Ort Hand in Hand gehen. Hier wird die „Aktion Grün“ begreifbar“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken bei der offiziellen Einweihung des „Platzes der Artenvielfalt“ in Herxheim im Landkreis Südliche Weinstraße.
Die Umsetzung wurde mit 40.000 Euro aus Mitteln der „Aktion Grün“ unterstützt, dem Landesprogramm für Arten- und Naturschutz. Mit Hilfe der Fördermittel wurden Blühflächen, Staudenbeete und Uferzonen zum Klingbach und Panzergraben naturnah angelegt sowie Infotafeln und Sitzbänke aufgestellt – mit intensiver Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Auch Kindergärten und Schulen können den Platz der Artenvielfalt künftig für die Umweltbildung und den Unterricht nutzen. 

Mit der „Aktion Grün“ hat die Landesregierung einen Prozess für ein breites, gesellschaftliches Bündnis angestoßen. „Ohne das kommunale und regionale Engagement, ohne konkrete Projekte vor Ort und ohne Menschen, die sich für den Erhalt unserer Artenvielfalt einsetzen, können wir die Ziele unserer landesweiten Biodiversitätsstrategie nicht erreichen. Sie bildet die Grundlage für die Aktion Grün“, sagte Höfken. „Eine Gemeinde wie Herxheim ist hier Vorreiter: Sie leistet mit ihrer Biodiversitätsstrategie einen wichtigen Beitrag zur Aktion Grün. Darum freue ich mich sehr, die Gemeinde Herxheim landesweit als erste ‚Aktion Grün-Kommune‘ auszuzeichnen“, sagte die Umweltministerin und überreichte Bürgermeister Franz-Ludwig Trauth aus diesem Anlass ein Holzschild mit der Aufschrift „Aktion Grün schützt unsere Kommune“. „Das können Sie sich sichtbar an Ihrem Rathaus befestigen, damit es alle auf den ersten Blick sehen: Hier packen alle gemeinsam an für den Erhalt unserer Tier- und Pflanzenarten. Außerdem verbessern diese Maßnahmen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind eine Investition in die Zukunft, auch für unsere Kinder und Enkelkinder“, so die Ministerin. 

Zugleich rief die Umweltministerin alle rheinland-pfälzischen Kommunen dazu auf, sich für die Auszeichnung als „Aktion Grün“-Kommune zu bewerben: „Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen, die umgesetzt werden können. Wir haben Kriterien festgelegt und achten dabei selbstverständlich auf den Gedanken der Nachhaltigkeit: Alles, was von der „Aktion Grün“ gefördert wird, sollte auf eine blühende Zukunft ausgerichtet sein.“ 


Hintergrund  „Aktion Grün“
 

Die „Aktion Grün“ bündelt neun Themenschwerpunkte sowie als zehntes Themenfeld die „Aktion Blau Plus“ zu einem Landesprogramm für Natur- und Artenschutz.

Das Programm ist so vielfältig wie die Tier- und Pflanzenwelt in Rheinland-Pfalz: Es reicht vom Moorschutz über den Schutz von Grünland über Umweltbildung, Bio-topvernetzung und die Förderung des Ehrenamts bis hin zu „Aktion Grün schmeckt“ und den besonderen Schutz von Leitarten.

Im Jahr 2018 stehen erneut 2,5 Millionen Euro für die unterschiedlichen Projekte der Themenschwerpunkte zur Verfügung. Hinzu kommen die Fördermittel der „Aktion Blau Plus“, mit denen die Renaturierung von Gewässern vorangetrieben und damit zugleich für die Wiederherstellung von wichtigen Lebensräumen gesorgt wird. 

Umweltministerin Ulrike Höfken ist bis 22. Juni in ganz Rheinland-Pfalz unterwegs: In den Themenwochen zur „Aktion Grün“ stellt sie Projekte vor, die Vorbild sind für die Ziele der Biodiversitätsstrategie und die Zeugnis sind für die Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz.


Kriterien "Aktion-Grüne" Kommune