Mehrzweckhalle aus Holz: In Waldalgesheim wird Klimaschutz groß geschrieben

„Die Gemeinde Waldalgesheim schützt mit der geplanten Mehrzweckhalle aus Holz das Klima“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese bei der Übergabe des Förderbescheids an Ortsbürgermeister Stefan Reichert. Das Land unterstützt die innovative und klimaschonende Bautechnik mit 115.000 Euro.

 „Holz spielt als ressourcen-schonender Baustoff eine zentrale Rolle. Denn durch seine Verwendung ersetzt er klimabelastende Materialien wie Beton, Stahl oder Aluminium. Zudem kann Holz wiederverwendet oder energetisch genutzt werden“, so Griese.

Rund 235 Kubikmeter heimisches Holz werden für die Mehrzweckhalle aus dem 730 Hektar großen Gemeindewald entnommen. Im Vergleich zu nicht nachwachsenden Rohstoffen können dadurch rund 138 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch bei der Energieversorgung setzt Waldalgesheim auf klimafreundliche Technik: Eine Solarthermie-Anlage und ein Holzpelletkessel werden für die rund 240 Quadratmeter große Mehrzweckhalle Strom und Wärme liefern. „Durch das Zusammenwirken von Solarthermie und Holzpelletkessel werden die CO2-Emissionen gegenüber einer vergleichbaren Technik mit fossilen Brennstoffen um bis zu 98 Prozent reduziert“, erläuterte der Staatssekretär.

„Schon bei vorangegangenen Projekten hat Waldalgesheim den Klimaschutz groß geschrieben. Mit dem geplanten Plus-Energie-Gebäude setzt die Gemeinde ein weiteres Zeichen in Richtung Klimaneutralität. Durch die Verwendung des Holzes aus dem eigenen Kommunalwald sowie der angestrebten Berücksichtigung regionaler Firmen leistet das Projekt außerdem einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung“, sagte Griese. Mit dem Bau des Gebäudes soll im Frühsommer begonnen werden.