Thomas Griese: „Naturschutzmanager sind elementarer Baustein für die erfolgreiche Umsetzung unserer Biodiversitätsstrategie“

In Mainz eröffnet Umweltstaatssekretär Thomas Griese die Auftaktveranstaltung zum neuen rheinland-pfälzischen Naturschutzmanagement

„Die Naturschutzmanager sind ein wichtiger Motor für die Umsetzung des Naturschutzes in Rheinland-Pfalz“, betonte Umweltstaatssekretär Thomas Griese heute in Mainz bei der Vorstellung des neuen Naturschutzmanagements. Dessen Entwicklung konnte nach rund zwei jähriger intensiver Vorbereitungszeit jetzt erfolgreich abgeschlossen werden. Basierend auf den bewährten Instrumenten der Biotopbetreuung und der Vertragsnaturschutzberatung dient die heutige Auftragserteilung an die zukünftigen Naturschutzmanager vor allem dem Erhalt der biologischen Vielfalt im Land. Über 30 Naturschutzmanager, u. a. ausgebildete Biologen, Agrarökologen, Geographen, Agrar- oder Umweltwissenschaftler - alle mit, zum Teil bereits langjähriger Berufserfahrung und besonderer regionaler Kenntnis, werden ab 2019 im Auftrag des Landes Betriebe und Akteure vor Ort bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen beraten und unterstützen.

“Es ist eine traurige Wahrheit, dass die Lebensbedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten, die in den genutzten Kulturlandschaften ihre Heimat haben, alarmierend schlecht und für einige Arten sogar bereits existenzbedrohend sind. Hier ist dringen-des Handeln angesagt“, so der Staatssekretär.

Mit der Biotopbetreuung und dem Vertragsnaturschutz stünden hierfür bereits wirkungsvolle Instrumente zur Verfügung, mit denen gute Erfolge erzielt werden könnten. Acht Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln würden pro Jahr für die Umsetzung konkreter Naturschutzmaßnahmen eingesetzt. „Wichtig ist es jedoch auch, dass diese Angebote genutzt und fachgerecht umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang kommt den Naturschutzmanagern eine tragende Rolle zu“, unterstrich Griese.

Deren Aufgabe sei, Dienstleister zu akquirieren oder Interessierte zu beraten und da-bei zu unterstützen, vor Ort das Richtige zu tun. Zum Beispiel die richtige Pflegemaßnahme anzuwenden, das richtige Programm auf die geeignete Fläche zu bringen, oder im Betrieb die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen. "Damit geben die Naturschutzmanager dem proaktiven Naturschutz vor Ort ein Gesicht. Sie werden für uns nicht nur die Umsetzung vielfältiger Naturschutzmaßnahmen übernehmen, sie beraten die Landwirte auch in Naturschutzfragen und sind damit der Motor für die Umsetzung des Vertragsnaturschutzes. Als unsere Augen-Vor-Ort werden sie die Entwicklungen in den einzelnen Landkreisen sehen und uns darüber berichten." 

Auch würden sie eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Natura 2000 spielen und mit Landesmitteln die rheinland-pfälzischen Naturschutzgebiete weiter entwickeln.