Umweltbildung macht Schule

Umweltministerin Ulrike Höfken eröffnet energieeffizientes UmweltBildungs-Zentrum Mainz-Weisenau / Neunter außerschulischer Lernort der Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Rheinland-Pfalz

„Unsere Ressourcen sind endlich. Nicht nur die Folgen des Klimawandels, wie etwa hier in Mainz das Niedrigwasser im Rhein oder die Erhitzung der Städte, sondern auch die Plastik-Probleme in Umwelt und Gewässern, haben uns in diesem Jahr wieder gezeigt, dass wir unseren Energie- und Rohstoffeinsatz minimieren müssen. Wie es gelingen kann, weniger Ressourcen zu verbrauchen, zeigt das neue UmweltBildungsZentrum der Stadt Mainz. Hier macht Umweltbildung von klein auf Schule“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Die Eröffnung fand gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck statt, der Umweltdezernentin Katrin Eder vertrat, die das Projekt die letzten acht Jahre mit viel Engagement begleitete.
 

Die Landesregierung hat das neue UmweltBildungsZentrum am Entsorgungszentrum Mainz-Weisenau mit rund 296.000 Euro gefördert. Kinder- und Jugendliche können dort zum Beispiel den Weg des Bioabfalls von der Tonne bis hin zur energetischen Nutzung der Biomasse interaktiv verfolgen. „Durch die erlebnispädagogische Vermittlung von Themen wie Energie aus Biomasse, alternative Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz legt die Stadt Mainz bei Kindern und Jugendlichen die Grundlage für einen bewussten Umgang mit unserer Natur und Umwelt. Auch weitere Zielgruppen wie Naturschutzverbände, Architekten oder Handwerksbetriebe können von diesem Angebot profitieren“, so Höfken weiter. Insgesamt neun solcher außerschulischen Lernorte für Abfall- und Kreislaufwirtschaft gibt es in Rheinland-Pfalz.

„Das UmweltBildungsZentrum soll nicht nur als pädagogische Einrichtung bei den Kindern und Jugendlichen zum umweltbewussten Denken und Agieren beitragen und junge Menschen spielerisch an Umweltthemen heranführen“, betonte Günter Beck. Sondern das Gebäude lasse sich auch aufgrund seiner Energieeffizienz sehen. „Als Niedrigenergiehaus mit Passivhauskomponenten wie Mineralfaserdämmung, Wärmepumpe oder Photovoltaikanlage kann es sich zu 50 Prozent selbst mit Strom und Wärme versorgen und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Und auch die Baustoffe sind nachhaltig gewählt: Die Stadt Mainz hat das Gebäude größtenteils aus Recyclingbeton und Holzmaterialien bauen lassen“, führte die Umweltministerin abschließend an.

Zum Hintergrund:

Die Stadt Mainz hat gemeinsam mit dem Landkreis Mainz-Bingen, der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz, der Entsorgungsgesellschaft Mainz und dem Umweltministerium ein neues UmweltBildungsZentrum in unmittelbarer Nähe zum neuen Entsorgungszentrum in Mainz-Weisenau errichtet. Ziel war es, den Lernort am alten Standort Budenheim zu einem generationenübergreifenden UmweltBildungsZentrum am neuen Standort in Weisenau weiterzuentwickeln. Durch den nunmehr möglichen ganzjährigen Betrieb, die großzügigen Räumlichkeiten und die deutlich bessere Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr profitieren vom neuen Standort neben der Hauptzielgruppe der Mainzer Schulen auch die Naturschutzverbände, Architekten, Handwerksbetriebe und private Bauherren.