Umweltministerium informiert: Wolfsriss bei Reidenbruch von Wolfsrüde aus der Lüneburger Heide

Der Wolf, der am 6. April 2018 bei Reidenbruch im Landkreis Neuwied ein Rotwildkalb gerissen hat, stammt aus einem Wolfsrudel bei Schneverdingen in der Lüneburger Heide. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen jungen Rüden. Das hat das Senckenberg-Institut für Wildtiergenetik dem Land nach der genetischen Individualisierung mitgeteilt.

Wölfe können pro Nacht bis zu 80 Kilometer zurücklegen. Daher ist es durchaus möglich, dass Einzeltiere Rheinland-Pfalz durchstreifen, ohne sich hier niederzulassen. Nicht zuletzt weil der Wolf eine hochmobile Art ist, hat Rheinland-Pfalz im März dieses Jahres ein gemeinsames Vorgehen zum Herdenschutz und Wolfsmanagement mit Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland beschlossen. Die Kooperation umfasst die länderübergreifende Zusammenarbeit bei Fang und Besenderung von Wölfen, den Umgang mit bzw. Entnahme von auffälligen Tieren sowie einen regelmäßigen Informationsaustausch.

Zum Hintergrund:

Der im Jahr 2015 beschlossene Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz sieht die Möglichkeit für Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen vor. So werden Schäden an Nutztieren zu 100 Prozent von der Landesregierung übernommen, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. Für alle Fälle im Umgang mit Wölfen hat das Umweltministerium unter der Telefonnummer 06306 911199 eine zentrale Hotline eingerichtet. Derzeit befindet sich auch ein Termin für den nächsten Runden Tisch Großkarnivoren in Planung.

Weitere Informationen zum Managementplan sind online abrufbar unter: