© Energieagentur Rheinland-Pfalz/Uwe Völkner

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Verteilnetzstudie

Eine im Auftrag der Landesregierung erstellte Verteilnetzstudie gibt wichtige Impulse für die künftige Ausbaustrategie der Netzbetreiber und zeigt, welcher Investitionsbedarf auf den unterschiedlichen Netzebenen besteht und wie dieser kosteneffizient bereitgestellt werden kann.

Große Kostensenkungspotenziale bestehen für den Ausbau der 110 KV-Hochspannungsebene. Bei der Einspeisung von Wind und Solarenergie wird die komplette vorgehaltene Netzkapazität nur relativ selten und für kurze Dauer benötigt. Technologien wie das "Dynamic Line Rating" mit Temperaturmessungen im Betrieb und Hochtemperaturleiterseile erweisen sich daher besonders geeignet, die Netzausbaukosten zu begrenzen.

Wo es in der Mittelspannung Probleme mit der Spannungshaltung gibt, etwa in ländlichen Gebieten mit starker Solareinspeisung, sind maßgebliche Kosteneinsparungen durch den Einsatz von regelbaren Ortsnetztransformatoren möglich. Regelbare Ortsnetztransformatoren entkoppeln die Spannung im Niederspannungsnetz von derjenigen im Mittelspannungsnetz durch ein im Betrieb veränderbares Übersetzungsverhältnis.

Auf der Basis einer technischen und wirtschaftlichen Optimierung wurden die notwendigen Investitionen für den Netzausbau aller Netzebenen bis 2017 und 2030 in Höhe von rd. 1,0 Milliarden Euro ermittelt. Beachtlich ist die Differenz im Vergleich zu rd. 1,8 Milliarden Euro in einem Referenzszenario, welches ohne Systemoptimierung die Fortschreibung des derzeitigen Standes der Technik unterstellt.

Die Studie steht nachfolgend zum Download zur Verfügung.

Verteilnetzstudie Rheinland-Pfalz - Endbericht (pdf; 10 MB)

Kurzgutachten zur Eigenstromerzeugung

Darüber hinaus hatte das Wirtschaftsministerium in einem Kurzgutachten den Zusammenhang von Eigenstrom und Netzausbau untersuchen lassen. Das Gutachten steht nachfolgend zum Herunterladen zur Verfügung.

Kurzgutachten zur Eigenstromerzeugung in Rheinland-Pfalz (pdf, 700 KB)