Die Bürger geben einen wesentlichen Impuls für eine nachhaltige Energiewende vor Ort

© Jule Kühn

Mit der Energiewende wird eine nachhaltige Energieversorgung auf der Grundlage regenerativer Energieträger angestrebt, wobei dezentrale Konzepte sowie die direkte und aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern eine wichtige Rolle spielen. Mitgestaltung und Mitbestimmung der Bürger über das, was in ihrer Region passiert, fördern die Akzeptanz für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und geben einen wesentlichen Impuls für eine nachhaltige Energiewende vor Ort. Eine Beteiligungsform, die sich in den letzten Jahren größerer Beliebtheit erfreut, ist die Bürgerenergiegenossenschaft.

Die Genossenschaft bietet vielfältige Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten: Jedes Mitglied hat unabhängig von der Höhe seiner Kapitaleinlage jeweils eine Stimme, mit der es an Abstimmungsentscheidungen beteiligt ist. Bei den meisten Energiegenossenschaften können sich die Menschen schon mit einem relativ kleinen Betrag beteiligen (bei vielen schon mit 500 Euro, bei einigen sogar mit weniger als 100 Euro). [1]

Bei einer Genossenschaft steht nicht die finanzielle Rendite im Vordergrund, sondern der Gedanke gemeinsam etwas zu schaffen. In Deutschland engagierten sich Ende 2014 bereits 973 Energiegenossenschaften [2] für den Ausbau Erneuerbarer Energien - in Rheinland-Pfalz sind es laut Klaus-Novy-Institut 34 Energiegenossenschaften. [3]

Fast die Hälfte der Erneuerbaren Energien im Jahr 2013 in Bürgerhand

Studie "Definition und Marktanalyse von Bürgerenergie in Deutschland"; Universität Lüneburg 2013
Quellen & Studien

[1] Ergebnisse einer Untersuchung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands e.V. (DGRV) zusammen mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) e.V., Juli 2012, http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/4/energiegenossenschaften-investieren-800-millionen-euro-in-energiewende.html

[2] Jakob R. Müller, Lars Holstenkamp (Januar 2015): Zum Stand von Energiegenossenschaften in Deutschland - Aktualisierter Überblick über Zahlen und Entwicklungen zum 31.12.2014; Arbeitspapierreihe Wirtschaft & Recht Nr. 20; www.leuphana.de/businessandlaw; ISSN 1866 - 8097

[3] Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (Stand 1/2014): Grafiken zur Entwicklung der Entwicklung der Anzahl an Energiegenossenschaften in Deutschland und seinen Bundesländern; Online im Internet: http://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/energiegenossenschaften-in-deutschland

[4] trend:research und Leuphana Universität Lüneburg (Oktober 2013): Studie "Definition und Marktanalyse von Bürgerenergie in Deutschland"; Bremen/Lüneburg

[5] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (27. Februar 2015): Erneuerbare Energien im Jahr 2014 - Erste Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland auf Grundlage der Angaben der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik; Berlin

[6] trend:research und Leuphana Universität Lüneburg (Oktober 2013): Studie "Definition und Marktanalyse von Bürgerenergie in Deutschland"; Bremen/Lüneburg

[7] DGRV - Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (Hrsg.) (Frühjahr 2014): Ergebnisse der Umfrage des DGRV und seiner Mitgliedsverbände; Online im Internet: http://www.genossenschaften.de/jahresumfrage-energiegenossenschaften-2014-aktuelle-energiepolitik-f-hrt-zu-investitionsr-ckgang

Landesnetzwerk BürgerEnergieGenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V.

Informationen zur Gründung einer Energiegenossenschaft

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„Bürger machen Energie“ -
in sieben Schritten zur Energiegenossenschaft

sowie

"Geschäftsmodelle für Bürger-Energiegenossenschaften" -
Markterfassung und Zukunftsperspektiven