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Erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz

Bereich Strom

Die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz wird von Jahr zu Jahr regenerativer, denn der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch wächst stetig. Das Land bekennt sich zur Energiewende und wird den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voran bringen, um so die Wertschöpfung in den Regionen des Landes zu stärken.

In Rheinland-Pfalz sind im Bereich der Erneuerbaren Energien aktuell  knapp 11.000 Menschen beschäftigt. Bei einer durchschnittlichen Bruttowertschöpfung im Land von ca. 64.000 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr ergibt sich in diesem Bereich bereits heute eine Bruttowertschöpfung von 704 Millionen Euro im Jahr. Umsätze von Anlagen- und Komponentenherstellern im Bereich Erneuerbare Energien sowie die Kosten für Betrieb und Wartung summierten sich in Rheinland-Pfalz im Jahr 2015 auf 570 Mio. Euro. 

Mit dem weiteren Ausbau der Windenergie an Land und der Photovoltaik werden die günstigsten Erneuerbaren einen großen Anteil dazu beitragen. Als regelbare Energie leistet die Biomasse durch ihren flexiblen Einsatz und der oftmals gekoppelten Wärmeerzeugung einen wichtigen Beitrag zur rheinland-pfälzischen Energiewende. Komplettiert wird der Mix der Erneuerbaren durch die Wasserkraft und die Geothermie.

Mit der Energiewende will die Landesregierung eine sichere, ökologische und preisgünstige Versorgung unseres Landes mit Energie sicherstellen. Im Jahr 2016 deckten die Erneuerbaren Energien bereits einen Anteil von 31,2 Prozent am Bruttostromverbrauch. Im Jahr 2016 entfielen 45,5 Prozent der Bruttostromerzeugung in Rheinland-Pfalz auf regenerative Energien.

Auf Basis des weiteren Zubaus an erneuerbaren Energieträgern in Rheinland-Pfalz kann für das Jahr 2017 ein Anstieg des Anteils der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch auf rund 34 Prozent sowie an der Bruttostromerzeugung auf 48 Prozent abgeschätzt werden.

Zum Vergleich: Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch lag im Bundesdurchschnitt für 2016 bei 31,9 bzw. 2017 bei 36,3 Prozent.

Bereich Wärme

Bildquelle: Foto: Fotolia/maho

Zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele ist auch der Wärmesektor von großer Bedeutung. Denn die Bereitstellung von Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme hat in Deutschland einen Anteil an den energiebedingten CO2-Emissionen von insgesamt rund 40 Prozent. Der weitaus größte Teil der Wärme und Kälte wird derzeit noch aus fossilen Energieträgern gewonnen. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung liegt deutschlandweit bei rund 13 Prozent.

Auch bei der Betrachtung des Energieverbrauchs spielt der Wärmesektor eine bedeutende Rolle. Rund 56 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland – wie auch in Rheinland-Pfalz - entfallen auf den Anwendungsbereich Wärme und Kälte. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger liegt im Bereich der Wärme und Kälte in Rheinland-Pfalz bei rund 11 Prozent.

Vor diesem Hintergrund ist künftig ein stärkerer Fokus auf den Wärmemarkt notwendig. Die Herausforderungen werden darin bestehen, den Wärmebedarf im für den Klimaschutz erforderlichen Umfang zu senken und die Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen.

Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz

Mit dem Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz werden 8 Themenbereiche identifiziert, die für die Umsetzung der Wärmewende in Rheinland-Pfalz von herausgehobener Bedeutung sind. In den einzelnen Modulen werden Instrumente und Maßnahmen beschrieben, die zur Senkung des Wärmebedarfs und zur Umstellung der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien beitragen. Dabei ist das Konzept dynamisch angelegt, so dass künftige Prozesse und Entwicklungen in diesem Berücksichtigung finden können.

Wärmestudie Region Eifel und Trier

Mit der Wärmestudie Region Eifel und Trier sollten die Fragen untersucht werden, ist die Wärmewende hin zu einer regional-autarken Wärmeversorgung in der eher ländlich dominierten Region Eifel und Trier möglich? Welche Strategie muss hinterlegt werden, um dieses Ziel zu erreichen?

Die Kernaussagen und Schlussfolgerungen der Studie geben einen Überblick über die Herausforderungen zur Umsetzung der Wärmewende in der Region Eifel und Trier. Durch die Studie wird ersichtlich, dass zukünftig viele verschiedene Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmewende intensiviert werden müssen, um die bis 2050 gesteckten Ziele zu erreichen. Insbesondere zeigt die Studie, dass Maßnahmen sektorübergreifend, technologieoffen und in übergreifenden regionalen Zusammenhängen gedacht werden müssen, um alle möglichen Optionen zu nutzen.