Lebensmittelkarten für Tafeln: Höfken gibt Startschuss für bundesweit einzigartiges Projekt zur Ernährungsbildung - 07.03.2017

„Am Tag der gesunden Ernährung geben wir hier in Rheinland-Pfalz mit den Lebensmittelkarten für Tafeln den Startschuss für ein bundesweit einzigartiges Projekt zur Ernährungsbildung“, sagte Ernährungsministerin Ulrike Höfken heute in Mainz.

Ziel des Projekts sei es, bei Kundinnen und Kunden der Tafeln mehr Interesse für frisches Obst und Gemüse zu wecken, da diese Produkte bei der Ausgabe oftmals liegen blieben, so Höfken. Dazu hat das Bundeszentrum für Ernährung 20 Lebensmittelkarten entwickelt. Bei der Auswahl der Produkte wurde es vom Bundesverband der Tafeln unterstützt. Die Karten enthalten einfache Hinweise und Rezeptvorschläge für frische Zutaten wie Mangold, Rote Beete, Wirsing oder Lauch. Jeder einzelne Zubereitungsschritt ist bebildert. Probier- und Informationsveranstaltungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafeln werden die Ausgabe der Lebensmittelkarten begleiten.

„Ernährungsbedingte Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen zu und sind mittlerweile bereits für ein Drittel aller Kosten im Gesundheitssystem verantwortlich. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit. Daher ist es wichtig, die Information und Ernährungsbildung bei finanzschwachen Mitmenschen zu stärken“, sagte die Ministerin. Die Lebensmittelkarten zeigten anschaulich, dass Kochen mit frischen und gesunden Zutaten unkompliziert sei und Spaß mache, erklärte Höfken während der Ausgabe der ersten Lebensmittelkarten bei der Mainzer Tafel. „Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, die Wertschätzung für Lebensmittel zu stärken und ihre Verschwendung zu reduzieren“, so Höfken. Rheinland-Pfalz setzt die Lebensmittelkarten als erstes Bundesland bei den Ausgabestellen der Tafeln ein.

Die Lebensmittelkarten für Tafeln sind Teil der Ernährungsinitiative „Rheinland-Pfalz isst“ besser, die Ministerin Höfken 2013 ins Leben gerufen hat. „Mit der Initiative, die mittlerweile mehr als 20 Projekte zählt und Verbraucherinnen und Verbraucher im ganzen Land erreicht, möchte das Ministerium die Ernährungsbildung sowie die Wertschätzung für Lebensmittel stärken und auf die Bedeutung von gesunden, regionalen, saisonalen und biologischen Lebensmitteln aufmerksam machen“, sagte Höfken. So bietet das Ernährungsministerium neben den Lebensmittelkarten für Tafeln zum Beispiel Coachings für Kitas in Sachen gesunder Ernährung, den Speiseplancheck für Schulen, das Schulobst- und Gemüseprogramm, sowie den Kochbus an, der an rund 60 Tagen im Jahr im Land unterwegs ist.

Alle Lebensmittelkarten als pdf-Datei finden Sie hier (4MB)

 

 

Höfken: Jagd ökologisch sinnvoll / Ernährungsministerium gibt Hinweise zum sicheren Umgang mit Wildbret - 31.10.2016

„Die nachhaltige Jagd auf unsere heimischen Wildtierarten ist im Sinne des Schutzes unserer Wälder ökologisch sinnvoll und notwendig“, sagte Umwelt- und Ernährungsministerin Ulrike Höfken heute. Das Wildbret ist außerdem ein gesundes und ökologisches Lebensmittel, das aufgrund seiner optimalen Nährstoff-Energie-Balance den modernen Verbraucherwünschen entspricht.

„Bei der Zubereitung von Wildbret – wie bei anderen Lebensmitteln auch – müssen allerdings die allgemeinen Hygieneregeln berücksichtigt werden“, sagte die Ernährungsministerin. Das Ministerium rät dazu, Wildbret bei einer Kerntemperatur von 70° C für die Dauer von mindestens zwei Minuten zu braten bzw. zu garen. Sobald sich das Fleisch im Inneren von rot nach grau oder braun verfärbt hat, kann es unbedenklich verzehrt werden.

„Die Jagd trägt wesentlich dazu bei, Wildschäden zu vermeiden und eine ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Nutzung sicherzustellen“, so Höfken. Wildschweine können an landwirtschaftlichen Kulturen und an Weinbergen Schäden anrichten, Reh- und Rotwild können junge Bäume verbeißen und so die natürliche Verjüngung der Wälder verhindern. Daher sind die rund 18.000 Jägerinnen und Jäger in Rheinland-Pfalz in diesen Wochen und Monaten verstärkt in ihren Revieren unterwegs und stellen Wildschweinen, Rehen und Rotwild nach.

Zum Hintergrund: Jägerinnen und Jäger, die Wildfleisch an andere Personen abgeben, müssen die strengen Vorgaben des Lebensmittelhygienerechts beachten. Ihre Sachkenntnisse erwerben sie im Rahmen der Jägerprüfung sowie durch Fachfortbildungen wie die zur sogenannten „kundigen Person“. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert, ob die Jägerinnen und Jäger ihren Untersuchungspflichten nachkommen und beispielsweise erlegte Wildschweine auf Trichinen untersuchen lassen. Außerdem werden regelmäßig amtliche Proben von Wild durch den bundes-weiten Zoonosen-Stichprobenplan auf Keime untersucht und bewertet. Die Ergebnisse dieses Monitorings unterstreichen die Notwendigkeit, bei Wildbret dieselben Hygieneregeln zu beachten, die auch für Geflügel-, Schweine- oder Rindfleisch gelten.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat auf seiner Internetseite entsprechende Hygienehinweise für den Privathaushalt zur Verfügung gestellt: http://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf

Wildbret aus der Region genießen: Die rheinland-pfälzischen Jägerinnen und Jäger bieten Wildbret aus heimischen Revieren an. Kontakte zu regionalen Bezugsquellen sind abrufbar unter: http://www.wild-aus-der-region.de/

Höfken: Mit Genuss Klima und Umwelt schützen - 30.09.2016

„Gute Ernährung mit frischen, saisonalen oder ökologischen Lebensmitteln ist ein Genuss und schützt Klima und Umwelt“, sagt Ernährungsministerin Ulrike Höken anlässlich des 40. Weltvegetariertages am 1. Oktober 2016. „Was wir täglich essen, wirkt sich nicht nur auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus, sondern auch auf die Umwelt, das Klima und die Welternährung. Unsere Ernährung ist für etwa 20 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Allein die weltweite Tierhaltung zur Herstellung von Fleisch und tierischen Produkten verursacht mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehr in allen Ländern“, so Höfken. Um das eigenen Ernährungsverhalten zugunsten des Klimaschutzes, der Welternährungssicherung und der eigenen Gesundheit zu ändern, ist mehr Wissen und mehr öffentliche Auseinandersetzung über die Auswirkungen unserer Essgewohnheiten gefragt.

„Für die Herstellung von 1 kg Fleisch sind im weltweiten Durchschnitt etwa 7 bis 10 kg Getreide notwendig. Es ist damit viel klimabelastender, tierische Produkte herzustellen als Getreide, Gemüse oder Obst“, sagt Höfken. Wer gerne Fleisch isst, kann auf regionale Herkunft und ökologische Erzeugnisse achten. Der Vorteil: Rheinland-Pfalz ist laut dem Fleischatlas 2016 nach wie vor von bäuerlichen Strukturen geprägt und bietet dadurch eine verbrauchernahe Vermarktung von Fleischprodukten. Außerdem ist Rheinland-Pfalz ein Schwerpunktstandort für Obst und Gemüse. Sie stehen frisch aus der Region zur Verfügung und sind eine Alternative auf dem Einkaufzettel. Denn sie vermeiden klimaschädliche Transportwege, Verpackungsmaterial und einen hohen Wasserverbrauch. Bei Gemüse gilt: Je weiter nördlich angebaut, desto günstiger die Wasserbilanz.
Und auch bei veganen und vegetarischen Produkten gelte es auf Qualität zu achten, wie eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest zeige.

Mit der Kampagne „Rheinland-Pfalz isst besser“ macht das Umweltministerium auf die Bedeutung von regional und biologisch erzeugten Lebensmitteln aufmerksam. „Damit zeigen wir, dass sich klimaschonende Ernährung und Genuss bestens ergänzen“, sagt die Ministerin.

Weitere Informationen zum Thema sind in der Broschüre „Nachhaltige Ernährung – Was unser Essen mit Klimaschutz und Welternährung zu tun hat“ abrufbar.

Land macht „Dampf für gutes Schulessen“ an Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern - 27.09.2016

„Wir wollen Dampf machen, dass gesundes und leckeres Schulessen selbstverständlich an rheinland-pfälzischen Schulen wird. Jedoch vielerorts ist dieses Ziel noch nicht erreicht“, so Ernährungsstaatssekretär Thomas Griese heute anlässlich des Tages der Schulverpflegung an der Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern.

Staatssekretär Griese zeichnete die Fritz-Walter-Schule für die gute Qualität ihres Mittagessens mit einem Stern aus und bedankte sich bei dem Schulträger, Caterer, Eltern, Lehrkräften, dem Förderverein und der Staatlichen Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz für ihr Engagement, die Schulverpflegung zu verbessern.

„Unsere Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Gesundheit hängen eng zusammen mit dem, was wir essen. Daher stärkt das Land mit der Ernährungsinitiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ mittlerweile in mehr als 20 Projekten mit hunderttausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Ernährungsbildung sowie die Wertschätzung für Lebensmittel“, so Griese. Die Verbesserung der Mittagsverpflegung an Schulen sei eines dieser Projekte, an dem bisher 75 Schulen teilgenommen haben. Ziel ist es, die Vorgaben der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umzusetzen in den Bereichen Verpflegung, Rahmenbedingungen und Verpflegungskonzept. Jeder Bereich wird bei der Auszeichnung durch einen Stern symbolisiert. 50 Schulen haben inzwischen einen Stern erreicht, davon bereits 22 Schulen zwei Sterne und 15 Schulen sind mit drei Sternen ausgezeichnet worden. Drei Sterne seien nur erreichbar, wenn Schüler, Lehrer, Eltern und Verpflegungsanbieter gemeinsam und dauerhaft an der Umsetzung eines ganzheitlichen Verpflegungskonzepts arbeiten, erklärte Griese: „Neben der Qualität des Essens, sind dabei auch die Gestaltung der Mensa sowie die Ernährungsbildung wichtige Komponenten.“ Dabei werden die Schulen in einem Qualifizierungsprozess schrittweise auf die Zertifizierung zu den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hingeführt.

Sechs Schulen aus Rheinland-Pfalz nehmen an den bundesweiten „Tagen der Schulverpflegung“ teil. Darunter befinden sich die IGS Magister Laukhard und die Grundschule Idarwald in Rhaunen-Herrstein, Realschule in Hahnstätten, Grund- und Realschule plus in Gillenfeld, die Schule an der Blies in Ludwigshafen und das Friedrich-Spee-Gymnasium in Trier. Die Themen reichen von Frischküche, Essatmosphäre, Ernährungsbildung sowie Zusammenarbeit mit dem Caterer.

Die bundesweit stattfindenden Tage der Schulverpflegung stehen unter dem Motto „Dampf machen für gutes Schulessen“. Initiator der Tage der Schulverpflegung ist „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Umgesetzt werden die Tage der Schulverpflegung von den Vernetzungsstellen Schulverpflegung in den Bundesländern.

Höfken: EU-Schulobstprogramm in Rheinland-Pfalz wird fortgesetzt - 02.05.2016

Das EU-Schulobst- und –gemüseprogramm unter dem Dach der Initiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ wird auch im Schul- und Kindergartenjahr 2016/17 fortgesetzt. Wie Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Ulrike Höfken am Montag mitteilte, nehmen derzeit über 1000 Schulen und mehr als 1800 Kitas im Land mit zusammen rund 260.000 Kindern an dem Programm teil.

 „Diese beeindruckende Resonanz zeigt, dass den Kitas und Schulen im Land gesunde Ernährung mit frischem Obst und Gemüse wichtig ist. Dieses Engagement wollen wir weiter unterstützen“, erklärte Ministerin Höfken. Insbesondere durch die Verbindung der wöchentlichen Extraportion Vitamine mit aktiver Ernährungsbildung könne das Programm langfristig zu einer besseren Ernährung beitragen sowie zur Verhütung von Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen oder Typ II-Diabetes.

Ab dem 2. Mai können sich Schulen und Kindertagesstätten wieder für die Teilnahme anmelden. Nähere Informationen erhalten die Schulen elektronisch und die Kindergärten auf dem Postweg. Anmeldeschluss ist der 28. Mai.

Zeitgleich wurde auch die Ausschreibung, für die Belieferung der Schulen und Kitas mit frischem Obst und Gemüse gestartet. Die Ausschreibungsunterlagen und ergänzende Informationen können ab sofort bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier (ADD) über die Mail-Adresse Schulobst(at)add.rlp.de  angefordert werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, die Unterlagen über die Homepage der ADD (www.add.rlp.de/Landwirtschaft,-Weinbau,-Wirtschaftsrecht/Agrarfoerderung-und-Veterinaerpruefdienst/EU-Schulobst-und-gemueseprogramm/ ) herunterzuladen. Die Ausschreibung läuft bis zum 06. Juni 2016 (letzter Abgabetag).

 

 

Höfken/Bätzing-Lichtenthäler: Gutes Essen ist lecker und bringt Mehrwert - 04.03.2016

Ernährungsministerin Ulrike Höfken und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler werben anlässlich des Tags der gesunden Ernährung am kommenden Montag für gutes Essen. „Wir wollen, dass mehr Kinder und Erwachsene den Wert von guten Lebensmitteln schätzen lernen“, sagte Höfken.

Als erste Ernährungsministerin eines Bundeslandes habe sie diese Aufgabe in Rheinland-Pfalz zur Chefsache  gemacht. Das sei auch deswegen notwendig, so Bätzing-Lichtenthäler, weil ernährungsbedingte Krankheiten für rund ein Drittel der Kosten im Gesundheitssystem verantwortlich seien. Um dieser Besorgnis erregenden Entwicklung entgegen zu wirken, hat Höfken die Landeskampagne „Rheinland-Pfalz isst besser“ ins Leben gerufen: Im Rahmen dieser Initiative bringen inzwischen mehr als 20 Projekte hunderttausenden Kindern Wissen über Essen und den Wert der Lebensmittel nahe sowie frisches Obst und Ernährungsbildung in Schulen, Kitas und Gemeinschaftsküchen.

„Gesunde Ernährung ist neben regelmäßiger sportlicher Betätigung ein wesentlicher Bestandteil der gesundheitlichen Prävention. Es ist daher wichtig, schon Kinder früh an diese Themen heranzuführen, ihnen zu zeigen, dass gesunde Kost auch lecker ist, und ihnen damit die beste Grundlage für ein gesundes Heranwachsen zu geben“, erklärte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Ernährungministerin Höfken wies in diesem Zusammenhang auf die „absurde Forderung“ der Nord-CDU nach einem Recht auf Schweinefleisch in öffentlichen Kantinen hin. Selbst CSU-Bundesernährungsminister Christian Schmidt habe in seiner Studie zur Qualität der Schulverpflegung festgestellt, dass Kinder in Deutschland zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse essen. Sie unterstütze deshalb Schmidts Forderung nach verbindlichen Qualitätsstandards für das Schulessen.

Die Folgen von Fehlernährung schränkten nicht nur Gesundheit und Lebensqualität ein, die Wegwerfmentalität bei Lebensmitteln trage auch maßgeblich zum Ressourcenverbrauch bei. So landen in Deutschland jedes Jahr mehr als elf Millionen Tonnen Essen im Müll. „Mehr Wissen über gutes Essen schafft auch mehr Wertschätzung der Lebensmittel und Bewusstsein  über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit und Umwelt“, so Höfken.

Essen sei auch ein Stück Kultur, so Höfken und erklärte: „Essen verbindet. Nirgendwo sonst kann man unterschiedliche Kulturen besser erleben, als beim gemeinsamen Essen.“ Deshalb sei der Kochbus der Kampagne  „Rheinland-Pfalz isst besser“ auch in der Integrationsarbeit unterwegs. Letzte Woche wurde zum Beispiel gemeinsam mit Flüchtlingen gekocht und bei Gerichten aus Syrien, Deutschland oder Albanien die Kulturen kennengelernt.

Höfken beim Vieh- und Fleischtag: „Landwirtschaft und gutes Essen muss uns etwas wert sein“ - 11.02.2016

Ernährungsministerin Ulrike Höfken hat beim Vieh- und Fleischtag in Bitburg für mehr Wertschätzung für Lebensmittel geworben. „Landwirtschaft und gutes Essen muss uns etwas wert sein. Die Ernährung ist nicht nur wichtig für Fitness und Gesundheit, sondern auch für unsre Umwelt, das Klima und den Tierschutz. Wir unterstützen unsere heimische Landwirtschaft, wenn wir ihre wertvollen Produkte zu angemessenen Preisen kaufen“, sagte Höfken am Donnerstag im Hinblick auf die Debatte über den Fleischkonsum in Deutschland zum Beginn der Fastenzeit.

Höfken: „Angesichts der aktuell existenzbedrohenden Erzeugerpreise für Milch, Fleisch und Getreide brauchen wir mehr Anerkennung für Lebensmittel und damit auch mehr Wertschöpfung für unsere ländlichen Räume.“

„Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, bewusster zu essen“, so Ministerin Höfken. Sie wies darauf hin, dass bis zu einem Drittel der weltweit benötigten natürlichen Ressourcen für die Ernährung aufgezehrt werden. „Mit der Initiative ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘ setzt sich die Landesregierung für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und für mehr Ernährungsbildung im Land ein“, erklärte Höfken. In den vergangenen Jahren seien im Rahmen der Initiative rund 20 Projekte mit hunderttausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestartet worden.

Zudem engagiere sich die Landesregierung auf allen politischen Ebenen für mehr Tierwohl. Über das EULLE-Programm für ländliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz werde unter anderem der Bau tiergerechter Ställe gefördert. „Das Thema Tierwohl gewinnt für Absatz und Vermarktung bei Handel und Verbraucher zunehmend an Bedeutung, so auch bei Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt“, so Höfken: „Zur Umsetzung der Ziele brauchen wir aber eine verbindliche und einfache Kennzeichnung von Frischfleisch ähnlich wie bei der Eierkennzeichnung - auch aus Gründen eines fairen Wettbewerbs.“

Höfken teilte zudem mit, dass sie in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt die Bundesregierung aufgefordert habe, weitere Hilfsinstrumente für existenzbedrohte landwirtschaftliche Betriebe auf den Weg zu bringen. Notwendig sei unter anderem eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage. „In Rheinland-Pfalz unterstützt die Landesregierung die Bauern in der aktuellen Preiskrise mit aller Kraft“, sagte die Ministerin. So seien die Mittel für die Betriebsprämien (rund 190 Millionen Euro) und die Agrarumweltmaßnahmen (rund 27 Millionen Euro) frühzeitig ausgezahlt worden. Not leidende Betriebe erhielten steuerliche Erleichterungen und Liquiditätshilfen. Darüber hinaus unterstütze die Landesregierung die Umstellung auf Ökolandbau – allein im vergangenen Jahr hätten rund 200 Betriebe dazu Fördermittel beantragt. 

Drei Sterne für die Mensa: Höfken zeichnet Schulen aus - 25.01.2016

Ernährungsministerin Ulrike Höfken hat am Montag vier Schulen für die gute Qualität ihres Mittagessens ausgezeichnet. Den dritten Stern für ihre Mensa erhielten die IGS Hermeskeil, das Gymnasium Nackenheim, die Schule am Pulvermaar Gillenfeld sowie die Realschule plus Altenkirchen. Damit haben diese Schulen als erste in Rheinland-Pfalz den Qualifizierungsprozess für Mittagsverpflegung der Vernetzungsstelle Schulverpflegung erfolgreich abgeschlossen.

Ihre Mittagsverpflegung erfüllt die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „An diesen Schulen hat Ernährung den hohen Stellenwert, den sie im Zuge des Ausbaus der Ganztagseinrichtungen  verdient. Sie zeigen in vorbildlicher Weise, dass Schulen nicht nur Mathematik und Sprachen vermitteln, sondern den Kindern auch das Rüstzeug für einen guten und nachhaltigen Lebensstil mitgeben sollten“, sagte Höfken bei einer Feierstunde an der IGS Hermeskeil.

Die ausgezeichneten Schulen zeigten, dass Schulen gemeinsam mit Trägern, Eltern, Lehrerkräften, Schülerinnen und Schülern die Voraussetzungen schaffen, dass die Kinder und Jugendlichen die geforderten Leistungen erbringen können,  gesund und fit bleiben sowie Genuss und Spaß am Essen haben: „Davon profitiert die Schulgemeinschaft, denn das gemeinsame Essen fördert  die soziale Kompetenz. Zudem werden die  Schülerinnen und Schüler auch als Erwachsene dem Essen und der Landwirtschaft mehr Wertschätzung entgegen bringen“, so Höfken.

In dem Qualifizierungsprozess im Rahmen der Landesinitiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ haben sich 2014 landesweit über 60 Schulen auf den Weg gemacht, ihr Verpflegungsangebot zu optimieren, unter fachkundiger Anleitung von Ernährungsberaterinnen der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum und der Vernetzungsstelle Schulverpflegung. Ziel ist es, die Vorgaben der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umzusetzen in den Bereichen Verpflegung, Rahmenbedingungen und Verpflegungskonzept.  Jeder Bereich wird bei der Auszeichnung durch einen Stern symbolisiert. 15 Schulen haben inzwischen einen Stern erreicht, 10 Schulen sind bereits mit zwei Sternen ausgezeichnet worden. Drei Sterne seien nur erreichbar, wenn Schüler, Lehrer, Eltern und Verpflegungsanbieter gemeinsam und dauerhaft an der Umsetzung eines ganzheitlichen Verpflegungskonzepts arbeiten, erklärte Höfken: „Neben der Qualität des Essens, sind dabei auch die Gestaltung der Mensa sowie die Ernährungsbildung wichtige Komponenten.“ Die Ministerin dankte allen Beteiligten für das vorbildliche Engagement.

Besonderheiten der Verpflegungskonzepte:

An der IGS Hermeskeil  kümmert sich eine Verpflegungsbeauftragte zusammen mit Essenwächtern (Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassenstufen) darum, dass im Dialog zwischen Schülern, Lehrkräften und Caterer eine Verpflegung auf hohem Niveau angeboten wird. Es wird auf ein regionales und saisonales Angebot geachtet und verschiedene Maßnahmen verhindern unnötige Lebensmittelverschwendung.

In der Schule am Pulvermaar in Gillenfeld wird frisch gekocht und dabei sehr viel Wert auf regionale Produkte gelegt. Die Köchin nutzt auch Produkte aus dem Schulgarten und wird in Unterrichtsprojekte zum Thema Ernährung einbezogen.

An der Realschule plus in Altenkirchen wird besonderer Wert auf die Verbindung von Mensa und Umsetzung von Ernährungsbildung im Unterricht aller Klassenstufen gelegt.
Am Gymnasium Nackenheim bezieht eine sehr engagierte Verpflegungsbeauftragte Schüler, Lehrer und Eltern mit in die Planung und Umsetzung der Verpflegung ein. Es wird viel Wert auf regionale und saisonale Speisen gelegt und diese auch entsprechend deklariert. Ernährungsthemen werden nach festgelegtem Plan in den Unterricht aller Klassenstufen integriert. 

Ministerin Höfken in Daun: „Gutes Essen für die Kleinsten“ - 03.12.2015

Ernährungsministerin Ulrike Höfken hat bei einer Tagung in Daun-Nerdlen am Donnerstag auf die wichtige Rolle von Erzieherinnen und Erziehern in der Ernährungsbildung hingewiesen. „Mit der zunehmenden Anzahl von Ganztagseinrichtungen haben neben den Eltern auch die Kitas Verantwortung dafür übernommen, dass sich unsere Kleinsten gut ernähren und lernen, was eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise ausmacht“, sagte Höfken und dankte den Erzieherinnen, Trägern und Eltern für das zunehmende Engagement im Bereich Ernährung. Die Ministerin forderte, die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als bundesweit verbindliche Grundlage der Kita-Verpflegung zu verankern. Die  Landesregierung verstärke die Ernährungsbildung im Rahmen der Initiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ in inzwischen mehr als 20 Projekten.

An der von der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) gemeinsam mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) veranstalteten Tagung zur „Gesunden und umweltfreundlichen Ernährung in Kitas“ nahmen rund 80 Erzieherinnen und Elternvertreter aus ganz Rheinland-Pfalz teil. „Wir wollen Ernährung verstärkt thematisieren und Kitas aus Rheinland-Pfalz vorstellen, die qualitativ gutes Essen wirtschaftlich auf den Tisch bringen“, erklärte Höfken. Sie verwies auf die Ergebnisse einer Umfrage der LZU,  an der sich 380 der rund 2340 Kitas im Land freiwillig beteiligten. Demnach steige die Zahl der Kitas, in denen selbst gekocht werde, seit Jahren stetig an. Über 70 Prozent der beteiligten Einrichtungen orientierten sich bei der Verpflegung an den DGE-Standards.

„Kita-Essen darf preiswert aber nicht billig sein“, sagte die Ministerin und verwies auf die Folgeschäden mangelhafter Ernährung: Heute seien ernährungsbedingte Krankheiten für rund ein Drittel der Kosten im Gesundheitssystem verantwortlich, so die Ministerin. Bereits Kinder hätten mit Übergewicht, Adipositas und Diabetes zu kämpfen. Zudem erklärte die Ministerin,  dass die Bedeutung der Ernährung weit über die Gesundheit hinaus reiche: „Was wir täglich essen, wirkt sich auch auf die Umwelt, das Klima, die Welternährung und die Generationengerechtigkeit aus.“ Deshalb müsse Ernährung ins Zentrum der politischen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit rücken.

Mehr Information im Internet: www.rheinland-pfalz-isst-besser.de

Ernährung als Schwerpunkt in der Kita: Höfken startet neue Runde im Coaching-Projekt - 19.11.2015

Ernährungsministerin Ulrike Höfken hat am Donnerstag die vierte Runde eines Coaching-Projekts für Kitas mit dem Schwerpunkt Ernährung gestartet: Weitere 16 Kitas aus Rheinland-Pfalz werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit Ernährungsberaterinnen ein individuelles Maßnahmenpaket zur Verbesserung  ihres Speiseangebots und ihrer Ernährungsbildung entwickeln (Übersicht siehe unten). „Damit Kinder gesund und fit bleiben, brauchen sie eine gute Ernährung. Mit der zunehmenden Anzahl von Ganztagseinrichtungen übernehmen neben den Eltern auch die Kitas und deren Träger Verantwortung dafür, dass sich unsere Kleinsten gut ernähren und lernen, was eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise ausmacht. Darin sollten sie unterstützt werden“, erklärte Ministerin Höfken bei der Veranstaltung im Mainzer Umwelt- und Ernährungsministerium.

Im Rahmen der Landesinitiative ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘ soll gutes Essen und gute Ernährungsbildung im Konzept aller Kitas im Land fest verankert werden. Das von der Vernetzungsstelle Schul- und Kitaverpflegung organisierte und auch vom Familienministerium unterstützte Coaching-Projekt begleitet die Einrichtungen auf diesem Weg. Bereits 44 Kitas aus Rheinland-Pfalz haben den Coaching-Prozess absolviert oder in Angriff genommen. „Diese Einrichtungen sind Vorbilder für andere Kitas im Land. Die große Resonanz auf unsere Angebote zeigt, dass das Bewusstsein für die Bedeutung guter Ernährung gestiegen ist und die Kitas bereit sind, ihre Konzepte entsprechend auszubauen“, sagte Höfken und bedankte sich für das Engagement der Erzieherinnen und Träger. Die Ministerin wies darauf hin, dass am EU-Schulobstprogramm neben den Grund- und Förderschulen inzwischen 1850 Kitas in Rheinland-Pfalz teilnehmen. Insgesamt rd. 270.000 Kinder kommen so neben der wöchentlichen Extraportion Obst und Gemüse auch in den Genuss von mehr Ernährungsbildung.

„Heute sind ernährungsbedingte Krankheiten für rund ein Drittel der Kosten im Gesundheitssystem verantwortlich“, so die Ministerin. Bereits Kinder hätten mit Übergewicht, Adipositas und Diabetes zu kämpfen. Zudem erklärte Höfken,  dass die Bedeutung der Ernährung weit über die Gesundheit hinaus reiche: „Was wir täglich essen, wirkt sich auch auf die Umwelt, das Klima, die Welternährung und die Generationengerechtigkeit aus.“ Deshalb müsse Ernährung ins Zentrum der politischen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit rücken.

Folgende Kitas nehmen an der neuen Runde des Coaching-Projekts teil:

Kita St. Hildegard - Andernach
Kita Play & Fun - Bad Ems
Kita Pusteblume - Seck
Ev. Kita Raiffeisenring - Neuwied
Kita Zwergenvilla - Osann-Monzel
Kita Lasel - Lasel
Kita Grenzenlos - Veldenz
Kita St. Martin - Nittel
St. Katharina - Trier-Kernscheid
Kath. Kita St. Helena - Konz-Roscheid
Kita Kendelstraße - Bad Kreuznach
Kita Wingertswichtel - Hahnheim
Kita Theisbergstegen - Theisbergstegen
BewegungsKita KiGaGu - Gundersweiler
Prot. Kita Lukaskirche - Ludwigshafen
Kita Villa Sonnenburg - Hanhofen

Griese: „Restlos glücklich kochen auf der Landesgartenschau“ - 16.10.2015

Anlässlich des Welternährungstags hat Ernährungsstaatssekretär Thomas Griese am Freitag den Filmemacher Valentin Thurn auf der Landesgartenschau in Landau begrüßt. Auf Einladung des Ministeriums stellte der Regisseur des Erfolgsfilms „Taste the waste“ dort seinen neuen Film „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“ zur Zukunft der Welternährung vor. „Der Welternährungstag macht darauf aufmerksam, dass weltweit etwa eine Milliarde Menschen hungern. Gleichzeitig landen weltweit Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll, weil sie nicht mehr ganz frisch sind oder optische Mängel haben“, sagte Griese: „Um den Hunger zu bekämpfen, müssen wir nicht mehr Lebensmittel produzieren, sondern unsere Verschwendungswirtschaft eindämmen.“ Die Erde biete genügend Ressourcen für die Ernährung aller Menschen.

Unter dem Motto „Restlos glücklich kochen“ nahm Staatssekretär Griese an einer Kochaktion mit der Foodsharing-Aktivistin Talley Hoban und einer Hauswirtschaftsklasse der IGS Landau teil. Mit aussortierten Kartoffeln, Kürbissen und Zwiebeln, die Talley Hoban aus regionalen Supermärkten „gerettet“ hatte, wurde am Kochbus des Ministeriums eine köstliche Suppe gezaubert. Zum Nachtisch gab’s Bratäpfel aus Fallobst. Griese zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler, die derzeit im Unterricht einen Ratgeber zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln erarbeiten: „Es ist wichtig, den sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln schon in jungen Jahren zu lernen, deshalb setzen wir mit der Landesinitiative ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘ auch auf den Ausbau der Ernährungsbildung im Land“, erklärte der Staatssekretär. An den mittlerweile mehr als 20 Projekten im Rahmen der Initiative nehmen hunderttausende Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer teil.