Natura 2000

1992 wurde die Fauna - Flora  - Habitat- Richtlinie (FFH-Richtlinie) als umfassendes Naturschutzinstrument der Europäischen Union beschlossen. Ziel der FFH-Richtlinie ist die Erhaltung der natür¬lichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Ein wesentlicher Pfeiler der FFH-Richtlinie ist die Errichtung des europäischen Netzes von Schutzgebieten „Natura 2000“. Im Zentrum steht die Erreichung eines „günstigen Erhaltungszustands“ der Lebensraumtypen und Arten. Ein weiteres Instrument ist die "Richtlinie über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten" (Vogelschutzrichtlinie). Sie hat zum Ziel, für sämtliche wildlebenden europäischen Vogelarten eine ausreichende Vielfalt und Flächengröße der Lebensräume zu erhalten oder wiederherzustellen. Bewirtschaftungspläne sorgen dafür, dass die Nutzung der Gebiete mit dem Schutzzweck vereinbart und die Erhaltung eines guten Zustandes der Lebensraumtypen bzw. Arten zu gewährleistet wird.

- Natura 2000

Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete sind wichtige Instrumente zur Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt.  Die konkrete Benennung von Verbotstatbeständen in den Rechtsverordnungen und die Konkretisierung der Schutzziele, Handlungsoptionen und Maßnahmen in den Pflege- und Entwicklungsplänen geben gefährdeten Lebensgemeinschaften und Lebensräumen bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten einen effektiven Schutz.

=> Naturschutzgebiete in Rheinland-Pfalz

Naturparke - Biosphärenreservate

Naturparke dienen dem Schutz und der Pflege der Kulturlandschaft unter Einschluss ihrer Biotop- und Artenvielfalt als auch der Erholung, dem naturverträglichen Tourismus und einer dauerhaft naturverträglichen Landnutzung im Rahmen einer nachhaltigen Regionalentwicklung. In Rheinland-Pfalz wurden bereits sehr frühzeitig Naturparke ausgewiesen. Die beiden ältesten - Südeifel und Pfälzerwald - datieren von 1958 bzw. 1959 und sind zweit- bzw. drittältester Naturpark Deutschlands. Das Netz der Naturparke in Rheinland-Pfalz umfasst insgesamt 8 Naturparke auf einem Flächenanteil von immerhin 31,6 % der Landesfläche.

1958 Südeifel
1959 Pfälzerwald
1960 Nordeifel
1961 Nassau
1962 Rhein-Westerwald
1978 Saar-Hunsrück
2005 Soonwald-Nahe
2010 Vulkaneifel
443 km²
1.778 km²
405 km²
562 km²
471 km²
922 km²
711 km²
980 km²


Die Naturparke kooperieren untereinander sehr eng im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Naturparke. Mehrere Naturparke des Landes sind darüber hinaus Teile national oder international grenzüberschreitender Großschutzgebiete.

 

<dl><dt>•    Saar-Hunsrück grenzüberschreitend Saarland - Rheinland-Pfalz
•    Südeifel als deutscher Teil des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks
•    Nordeifel als deutscher Teil des Deutsch-Belgischen Naturparks
•    Pfälzerwald als Teil des Deutsch-Französischen Biosphärenreservats
"Pfälzerwald-Vosges du Nord"

Der Naturpark Pfälzerwald ist zudem seit 1998 Teil des deutsch-französischen Biosphärenreservats "Pfälzerwald-Vosges du Nord" und war der Erste seiner Art in der Europäischen Union. Das Gebiet umfasst eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Westeuropas und beheimatet auf 11 Prozent der Landesfläche noch weitgehend unzerschnittene Waldökosysteme. Mit dem Biosphärenreservat tragen wir Verantwortung für eine beeindruckende biologische Vielfalt. Dies schließt  Leitarten wie Wildkatze, Luchs, Schwarz-, Grün- und Grauspechte, Feuersalamander, Zauneidechse, Bachneunauge sowie Bock- und Laufkäferarten oder verschiedene Fledermausarten ein.  

Links zu den Naturparken:
Naturpark Nordeifel
Naturpark Nassau
Naturpark Pfälzerwald
Naturpark Rhein-Westerwald
Naturpark Saar-Hunsrück
Naturpark Soonwald-Nahe
Naturpark Südeifel
Naturpark Vulkaneifel
Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

</dt></dl>

Vertragsnaturschutz

Vertragsnaturschutz ist ein erfolgreiches und seit Jahrzehnten bewährtes Naturschutz-instrument. Es setzt auf Freiwilligkeit der Landwirte und Flächennutzer. Die Vertragspartner verpflichten sich, ökologisch ausgerichtete Bewirtschaftungsauflagen einzuhalten. Hierzu zählen z. B. die Beweidung in definierten Zeiträumen, Mähen und Abtransport des Mähgutes, Verzicht auf mineralische und chemisch-synthetische Dünger. Die Bewirtschafter erhalten hierfür jährliche Förderprämien. Der Vertragsnaturschutz folgt der Überzeugung, dass für beide Seiten eine win-win-Situation eintritt. Die Programmstruktur der Vertragsnaturschutzprogramme ist konsequent an den Nutzungsformen Grünland, Acker, Streuobst und Weinbau ausgerichtet. Folgende Programmteile werden angeboten:

Vertragsnaturschutzprogramm Grünland
- Mähwiesen und Weiden
- Artenreiches Grünland
- Umwandlung von Ackerland in artenreiches Grünland

Vertragsnaturschutzprogramm Acker
- Lebensraum Acker
- Ackerwildkräuter

Vertragsnaturschutzprogramm Streuobst
- Neuanlage von Streuobst
- Pflege von Streuobst

Vertragsnaturschutzprogramm Weinberg
- Freistellungspflege in Weinbergslagen
- Offenhaltungspflege in Weinbergslagen
- Roter Weinbergspfirsich

=> Partnerbetrieb Naturschutz

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