14. Mai - Besuch des Umweltmuseums in Kibuywe

Besuch des Umweltmuseums in Kibuye/Karongi

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Gemeinsam mit Umweltminister Dr. Vincent Biruta besuchen wir das Umweltmusem in Kibuye/Karongi. Im in 2010 fertiggestellten Gebäude wurde nach einer langen Vorbereitungsphase die neue Ausstellung im Herbst 2017 eingeweiht.
  
Ein Schwerpunkt hierbei liegt auf dem Thema „Energie“. Man erhält Einblicke in die verschiedenen Energiegewinnungsformen und deren aktuelle und mögliche Anwendung in Ruanda. Daneben gibt eine naturwissenschaftliche Ausstellung, die vom Kandt-Haus in Kigali nach Kibuye übernommen wurde, interessante Einblicke in die Landschaft mit Geologie und Klima sowie die Trier- und Pflanzenwelt des sehr abwechslungsreichen Landes.

Auf dem Dach des Museums wurde ein botanischer Lehrgarten mit den wichtigsten Heilpflanzen des Landes eingerichtet. Wir haben vereinbart, uns weiterhin über die Inhalte der Ausstellungen auszutauschen.

11. Mai - Besuch Nyamagabes

Umweltministerin Ulrike Höfken während des Besuchs in Nyamagabe.

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Gespräch mit dem Bürgermeister von Nyamagabe, Bonaventure Uwamahoro

Sehr herzlich werden wir von Bonaventure Uwamahoro, dem neuen Bürgermeister von Nyamagabe empfangen. Während unseres Treffens besprechen wir verschiedene Aspekte der Entwicklung des Distrikes, einer fast ausschließlich ländlichen Region mit landwirtschaftlicher Prägung, die an den Nationalpark Nyungwe grenzt.

Im Rahmen des Gesprächs betont Uwamahoro, dass er sich auch vor dem Hintergrund des Letters of Intent sehr über eine engere Kooperation mit Rheinland-Pfalz freuen würde. In den Schulen des Distrikes wird bereits viel Wert auf Umweltbildung gelegt. Hier bieten sich Schulpartnerschaften mit diesem Thema inklusive Schulgarten als Schwerpunkte an. Weiter wird angekündigt, dass der Bürgermeister von Birkenfeld, Dr. Bernhard Alscher, Interesse an einer Verwaltungspartnerschaft mit klimarelevanten Projekten hat. In Birkenfeld in der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald befindet sich der Umwelt-Campus Birkenfeld, ein sehr guter umwelttechnisch spezialisierter Bereich der Hochschule Trier. 

Memorial Murambi

Der Bürgermeister Uwamahoro begleitet uns zur Genozid-Gedenkstätte Murambi, ein Ort, an dem 1994 um die 50 000 Menschen ermordet wurden. Ein erschütterndes Zeugnis des Genozids, das uns sehr betroffen gemacht hat. Leider wird hier auch das Versagen der Internationalen Gemeinschaft in diesem Konflikt sichtbar.

9. Mai - Begegnungen in Kigali

Umweltministerin Ulrike Höfken und Landwirtschafts- und Forstministerin Francine Tumushime

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Besuch in der Deutschen Botschaft in Kigali

Zur aktuellen Lage in Ruanda – auch im internationalen Kontext – treffen wir uns zu einem Austausch in der Deutschen Botschaft. Man sieht eine positive Entwicklung des Landes in vielfältiger Hinsicht. Auch die Bemühungen um den Erhalt der Umwelt und die Biodiversität sind beeindruckend. Das Tempo ist enorm. Gleichzeitig ergeben sich auch viele Fragen zur gesellschaftlichen demokratischen Entwicklung.

Treffen mit der Ministerin für Land und Forsten Francine Tumushime

Mit der neuen Ministerin führen wir intensive und fruchtbare Diskussionen über die Zusammenarbeit zwischen dem Hunsrück-Hochwald Nationalpark und dem Nyungwe Nationalpark  als Umsetzung des im letzten Jahr unterzeichneten Letters of Intent und die Weiterentwicklung der ruandischen Forststrategie. Sehr positiv sehen wir ihr Engagement bei der Nutzung einheimischer Pflanzen bei Neuaufforstungen und im Bereich der Agroforstwirtschaft.  Sie berichtet von den Planungen, Fachkompetenz zu fördern und Waldbewirtschaftung auf lokaler kommunaler Ebene zu stärken.

Treffen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin für soziale Angelegenheiten von Kigali Patricia Muhongerwa

Die Bürgermeisterin informiert uns über die Abfall- und Hygienestrategie in der Stadt Kigali mit 1,2 Millionen  Einwohnern. Die Stadt ist Vorbild bei der Sauberkeit und Hygiene. Sehr positiv fällt auch die Mischung aus Aufklärung und Anreizen gegenüber der Bevölkerung auf. Man verfolgt in Kigali insbesondere Kooperationen im Bereich von Public Private Partnership. Dennoch ist es eine große Herausforderung, in einer Stadt dieser Größe bei gleichzeitig oft noch unzureichender Infrastruktur bspw. eine umweltfreundliche Abwasserbeseitigung zu erreichen.

Treffen in der Zentrale von RDB (Ruanda Development Board)

Das RDB ist in Ruanda sowohl für den Nationalpark als auch den Tourismus und die damit verbundene regionale Entwicklung zuständig.  Bereits in 2015 hatten wir ein erstes Treffen dort. Das Programm der Reise und die weitere Agenda für beide Seiten werden skizziert. Es ist beabsichtigt, gemeinsam mit den Mitarbeitern des RDB am Ende der Reise und unseres Besuches vor Ort einen Aktionsplan zur weiteren konkreten Umsetzung des Letters of Intent zu schreiben und ihn mit Leben zu erfüllen. 

Treffen mit RECOR, einer ruandischen Naturschutzorganisation

Große Freude kommt auf, als Professor Eberhard Fischer seinen ehemaligen Schüler John Gakwavu wiedertrifft. Insbesondere auch, weil die Projekte, die uns präsentiert wurden, von hoher Fachkompetenz und Effizienz geprägt sind. Die Projekte der Organisation decken sich in weiten Teilen mit Vorhaben und Zielen, die die deutschen Partner in Ruanda betreiben und unterstützen. Man vereinbart, sich bei Schulgartenprojekten und im Bereich der Agroforstwirtschaft eng abzustimmen und die RECOR einzubinden.     

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