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Elektro- und Elektronikaltgeräte

Der Bereich der Elektro- und Elektronikgeräte ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte in der westlichen Welt. Heute gibt es kaum noch Lebensbereiche, in die Elektro- und Elektronikgeräte nicht Einzug gehalten haben. So wächst auch der Abfallberg aus diesem Bereich dreimal schneller als der Berg der übrigen kommunalen Abfälle.

Der Stoffstrom der Elektro- und Elektronikaltgeräte besteht aus einer komplexen Mischung von Werkstoffen und Bauteilen. Sie enthalten eine Reihe von Wertstoffen (wie Kupfer, Silber, Gold und seltene Erden), die zurückgewonnen und im Kreislauf geführt werden können. Hierdurch können Primärrohstoffe ersetzt und damit ein bedeutender Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz geleistet werden.

Gleichzeitig können Elektro- und Elektronikgeräte auch eine Vielzahl von umweltschädlichen Stoffen, wie zum Beispiel Blei, Quecksilber, Cadmium und Flammschutzmittel enthalten, die Umwelt- und Gesundheitsprobleme bei einer nicht sachgemäßen Entsorgung verursachen können. So ist ein großer Teil der Schadstoffe in kommunalen Abfällen auf die darin enthaltenen Elektro- und Elektronikaltgeräte zurückzuführen.

Verbesserte Recyclingmethoden für Altgeräte tragen deshalb entscheidend zur Umweltentlastung und zur Einsparung von Ressourcen bei. 2011 wurden deutschlandweit rund 1,67 Millionen Geräte In Verkehr gebracht. Die Gesamtsammelmenge an Altgeräten betrug rund 710.250 Tonnen. Nach Angaben des Umweltbundesamts betrug im Zeitraum 2006 bis 2012 die durchschnittliche, jährliche Sammelmenge an Elektroaltgeräten aus privaten Haushalten pro Einwohner acht Kilogramm (647.311 Tonnen). Das Umweltbundesamt gibt für 2011 die Gesamtverwertungsquote der Altgeräte aus privaten Haushalten mit 96,4 Prozent an (= 674.131 Tonnen). Die Quote für die Wiederverwendung und das Recycling wird in dem genannten Zeitraum mit 84,7 Prozent (= 595.887 t) angegeben (siehe auch UBA-Texte 28/2013).